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Kiel Seit Jahrzehnten für Mitmenschen im Einsatz
Kiel Seit Jahrzehnten für Mitmenschen im Einsatz
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18:32 31.07.2015
Von Ingrid Haese
Die Ratsversammlung wählte Rainer Glüsing auf Vorschlag des Ortsbeirates Wellsee/Kronsburg/Rönne in den Beirat für Senioren. Quelle: Ingrid Haese
Kiel

Später übernahm der Kieler weitere Aufgaben, war unter anderem ehrenamtlicher Richter und Sportvereinsvorsitzender. Und als Mitglied des Seniorenbeirates macht er sich jetzt für ältere Menschen stark.

 Die Stadt Kiel rief den Beirat vor 25 Jahren ins Leben. Er setzt sich für die Belange aller Bürger, die 60 Jahre alt oder älter sind, ein. Dem Gremium gehören 24 Frauen und Männer an. Wer für den Beirat kandidieren möchte, muss mindestens 60 Jahre alt sein und seine Bewerbung bei der städtischen „Leitstelle Älter werden“ einreichen. Sie ordnet die Bewerber den 18 Ortsbeiratsbezirken zu. Die Kandidaten stellen sich den jeweils zuständigen Ortsbeiräten vor, diese legen eine Rangfolge mit ihrem Favoriten auf der Spitzenposition fest. Generell soll für jeden Ortsbeiratsbezirk ein Seniorenbeiratsmitglied zuständig sein, lediglich für sechs Bezirke, in denen besonders viele Ältere leben, sind zwei vorgesehen. Die Wahlvorschlagslisten gehen an die Ratsversammlung, die den Seniorenbeirat auf fünf Jahre wählt. Gab es für einen oder mehrere Bezirke keine Bewerber, wird nachgewählt.

 Rainer Glüsing kam am 11. Juni 2015 durch Nachwahl in den sechsten Seniorenbeirat und ist für den Ortsbeiratsbereich Wellsee/Kronsburg/Rönne zuständig. Der 67-Jährige lebt mit seiner Frau im Stadtteil Schreventeich und war von 1964 bis 2011 als Diplom-Verwaltungswirt bei der Landesregierung beschäftigt. Im Seniorenbeirat leitet er die Fachgruppe „Ältere Menschen im öffentlichen Verkehrsraum“. Die Arbeit rund um die Interessen älterer Bürger ist für Rainer Glüsing nicht neu. Im fünften Seniorenbeirat war er für den Bezirk Mettenhof aktiv.

 Seinen Blick richtet er besonders auf die Wege, die Senioren in Kiel benutzen. Er schaut sich beispielsweise an, wie Geh- und Radwege beschaffen sind, ob es Stolperfallen gibt, ob Hecken den Platz einengen, ob barrierefreie Straßenübergänge vorhanden sind und ob ältere Menschen die öffentlichen Verkehrsmittel gut nutzen können. Er interessiert sich für die Infrastruktur und die Einkaufmöglichkeiten vor Ort, schaut sich an, wo es Ärzte und Apotheken gibt und ob diese gut erreichbar sind – auch für Gehwagenbenutzer und Rollstuhlfahrer. Unter die Lupe nimmt Rainer Glüsing zudem die Straßenbeleuchtung. „Das Kegellicht der neuen LED-Lampen ist oft ein Problem, denn zwischen den Lichtkegeln ist es ganz dunkel“, erläutert er dazu.

 In seinem Zuständigkeitsgebieten Wellsee, Kronsburg und Rönne war Rainer Glüsing schon unterwegs, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen. Und bei den Sitzungen des Ortsbeirates ist er ebenfalls dabei. „Die Leute können mich ansprechen, ich nehme alles auf, setze mich auch mit der Stadt in Verbindung und tue, was ich kann, denn wir als Seniorenbeirat haben eine beratende Funktion, nicht mehr, aber auch nicht weniger“, betont Rainer Glüsing. So war er zum Beispiel als ehrenamlicher Richter 16 Jahre für das Landgericht Kiel, vier Jahre für das Verwaltungsgericht Schleswig und zehn Jahre für das Sozialgericht Lübeck aktiv. Den Vorsitz beim Kieler MTV von 1844 e.V. hatte er von 1986 bis 2008. Und als Würdigung seines vielschichtigen Engagements erhielt er 2008 das Bundesverdienstkreuz.

Berauschender Zufallsfund: Polizisten erkannten am Mittwochabend mitten in Kiel einen 21-Jährigen, den die Staatsanwaltschaft bereits ausgeschrieben hatte, um seinen Aufenthaltsort zu ermitteln. Aus seiner Sporttasche strömte starker Mariuhana-Geruch.

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