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Kiel Reiter auf Wanderwegen unerwünscht
Kiel Reiter auf Wanderwegen unerwünscht
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08:20 16.10.2012
Von Ingrid Haese
Der Wanderweg führt von der Rendsburger Landstraße aus in das Landschaftsschutzgebiet um den Russee. Reiten ist dort nicht erlaubt. Quelle: Ingrid Haese
Kiel

Den Wanderweg, der am Neubau der städtischen Kita Rendsburger Landstraße 387 in das Landschaftsschutzgebiet führt, benutzt Beate Jöhnk regelmäßig. „Die Stadt hat den Weg erst vor ein paar Wochen verdichtet, an den Kanten habe ich viele Pferdespuren entdeckt“, erzählt sie beim Ortstermin. Durch die Pferdehufe entstünden an den Kanten des wassergebundenen Weges Löcher im Kies, nach und nach bröckle der Weg dort ab. Gerade an den Rändern gebe es viele Mäuse und Maulwurfshügel, der Weg sei dort sehr weich, die Pferde sackten ein.

 Vor allem in den Ferien werde die Stecke am Russee oft von Reitern frequentiert. Einige Reiter seien sogar im gestreckten Galopp angeritten gekommen., so Beate Jöhnk weiter. Schon mehrfach habe sie Reiter angesprochen und auf das Reitverbot hingewiesen. Das sei aber bisher erfolglos geblieben. „Die Reiter könnten sich doch zusammentun und sich für ein Reitwegenetz einsetzen, und ich will ihnen auf keinen Fall die Freude am Reiten nehmen“, betont Beate Jöhnk.

 Die Pressestelle der Stadt bestätigte jetzt auf Nachfrage, der Weg sei erst vor rund vier Wochen aufgeschüttet worden. Auf dem Weg dürfe nicht geritten werden, da dieses allgemein auf Wanderwegen nicht erlaubt sei. Dafür gebe es spezielle Reitwege.

 Eine Schwerpunktkontrolle des Wanderweges auf illegale Nutzung durch Reiter sei nicht möglich, da sie in Bezug auf das Personal sehr aufwendig sei. Das Grünflächenamt kenne die Problematik „Reiter auf Wanderwegen“ aus anderen Stadtteilen, die viel Grün haben.

 Gerade in Russee/Hammer, aber auch in Schilksee beschäftigten sich die Ortsbeiräte immer wieder mit diesem Thema. Das Grünflächenamt habe schon mehrfach mit organisierten Reitern gesprochen, auch im Bereich Russee/Hammer (Reiterhof Mielkendorf). Diesen Reitern seien die Gesetze bekannt, sie hielten sie in der Regel auch ein. Dennoch gebe es auch andere Reiter, die das nicht täten, so die Pressestelle.