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Kiel Ringen um das Sportangebot
Kiel Ringen um das Sportangebot
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17:55 08.04.2013
Von Karin Jordt
Um bessere Spiel- und Trainingsbedingungen kämpft die SSG Rot-Schwarz Kiel. Die Plätze am Kieler Weg werden immer wieder von Maulwürfen heimgesucht und sind über Winter gesperrt. Quelle: Jordt
Kiel

„Wir brauchen mehr Hallenzeiten und Außenplätze“, betont Vorsitzende Frauke Kollakowski. Der Wunsch an die Stadtplaner sei vor allem, weitere Flächen für die Ballsportarten zu schaffen. Das Vorhaben, einen Kunstrasenplatz anzulegen, bleibe ebenfalls ein wichtiges Ziel, wobei die Finanzierung außerordentlich schwierig sei. Also sammelt der Verein weiterhin Spenden und liegt der Verwaltung in den Ohren, „die Belange des Sports im Kieler Süden rechtzeitig in die Planungen einfließen zu lassen“, wie Frauke Kollakowski es in einem Schreiben an Florian Gosmann, Leiter des Stadtplanungsamtes, formuliert.

 Eine weitere Idee aus dem Verein, die der Vorstand jetzt aufgreift, sieht vor, das Meimersdorfer Sportgelände am Kieler Weg für Wohnbebauung an Erschließungsträger zu verkaufen. Im Gegenzug sollte die Stadt Sportplätze am Radewisch – besonders für Fußball, Softball und Baseball – herrichten und für ein Vereinsheim mit Duschen sorgen. „Das ist unser Denkanstoß“, erklärt die Vorsitzende.

 Rot-Schwarz Kiel entstand 2004 durch eine Fusion des SC Meimersdorf und des SV Kronsburg und hatte damals 900 Mitglieder. „Heute sind wir mit über 1200 Mitgliedern einer der größten Sportvereine in der Landeshauptstadt Kiel“, berichtet Frauke Kollakowski. Der Zustrom neuer Mitglieder halte an, in einigen Sparten gebe es bereits Wartelisten. Allein im Fußball habe der Verein 23 Mannschaften, davon 17 im Kinder- und Jugendbereich, dazu eine „desolate Sportplatzsituation, die zum Teil gesundheitsgefährdend ist und oftmals weder Spiel- noch Trainingsbetrieb möglich macht.“

 Schon im März 2009 habe der Vorstand an Stadtrat Adolf-Martin Möller geschrieben mit dem Wunsch, die Sportplätze zu erweitern und einen Kunstrasenplatz anzulegen. „Leider sah und sieht sich die Stadt aufgrund der eigenen finanziellen Situation nicht in der Lage, uns entsprechend mit Geldmitteln zu unterstützen“, bedauert die Vorsitzende. Der Verein zeichne sich von jeher durch große Einsatzbereitschaft der Mitglieder und starke Eigenverantwortung aus, pflege die Plätze und leiste Sozialarbeit durch die Aufnahme von Kindern und Jugendlichen. In Kronsburg sei ein Sportheim umgebaut und eine kleine Sporthalle errichtet worden, in Meimersdorf hätten Mitglieder das Vereinsheim saniert und erweitert, Maulwurfsperren verlegt und Außenanlagen gepflegt. Um dem weiteren Zustrom der Familien gerecht zu werden, müsse die Stadt nun auch etwas für die Hobbysportler tun.

 Kontakt: Spiel- und Sportgemeinschaft Rot-Schwarz Kiel Kronsburg/Meimersdorf e. V. von 1927, Geschäftsstelle: Fettberg 15, Tel. 0431-713562, www. rot-schwarz-kiel.de