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Kiel SPD fordert Kommunikationszentrum
Kiel SPD fordert Kommunikationszentrum
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13:26 25.04.2014
Von Martin Geist
Weder Russee noch Hammer verfügen nach Diagnose nicht nur der SPD über einen Treffpunkt für Kulturschaffende, Vereine, Verbände und sonstige Spiel- oder Arbeitskreise. Quelle: Geist (Archivbild)
Kiel

Weder Russee noch Hammer verfügen nach Diagnose nicht nur der SPD über einen Treffpunkt für Kulturschaffende, Vereine, Verbände und sonstige Spiel- oder Arbeitskreise. Obendrein ist der Rendsburger Hof samt Restaurant und Kegelbahn seit fünf Jahren geschlossen und wird zurzeit als Asylbewerberunterkunft genutzt. Auch in der Gaststätte Pudelhütte in Hammer wird seit Jahren kein Bier mehr gezapft.

Möglich wäre zwar die Nutzung öffentlicher Räume, beispielsweise in Schulen, doch ganz billig ist das nicht. Zehn Euro pro Stunde kostet laut Satzung der Stadt Kiel ein Klassenraum, 80 Euro am Tag eine Aula oder Mensa. Bis zur Einrichtung eines Kommunikationszentrums sollten alle Russeer und Hammeraner Vereine ebenso wie andere Organisationen öffentliche Räume unentgeltlich zur Verfügung gestellt bekommen. Das hat der Ortsverein bereits im Oktober 2013 gefordert und plädiert nun erneut für eine „zügige Umsetzung“. „Es sei „wichtig für die Stadtteile Russee und Hammer, dass die Menschen eine Begegnungsstätte zur Verfügung haben, in der sie gesellschaftliche Kontakte pflegen oder ihren ehrenamtlichen Aufgaben nachgehen können“, meint der Ortsvereinsvorsitzende Robert Bartels.

Konkrete Örtlichkeiten haben die Genossen derweil noch nicht ins Auge gefasst. „Unrealistisch“ wäre aus Sicht von Bartels wegen der leeren Stadtkasse ein Neubau, vorhandene Gebäude seien allerdings sehr rar. Eine „ganz wichtige Idee“ könnte es aus Sicht von Bartels sein, mit der Neubebauung von Hof Hammer ein Kommunikationszentrum zu schaffen. Das jedoch würde noch zwei bis drei Jahre dauern und außerdem den Segen des privaten Investors erfordern.

Bereits bestehende Vereinsräume gewissermaßen in Teilzeit anzumieten und die damit verbundenen Kosten aus der neuen Kurt-und-Ilse-Grömm-Stiftung zu finanzieren, wäre für die SPD eine andere Option. Und nicht zuletzt sollte nach Überzeugung von Bartels darüber nachgedacht werden, ob es sinnvoll ist, ein hochwertiges Gebäude wie die neue städtische Kindertageseinrichtung „jeden Tag ab 17 Uhr leer herumstehen zu lassen“. Ihre Initiative wollen die Genossen nun in ihrer Ratsfraktion und voraussichtlich im Mai auch im Ortsbeirat einbringen. Denn der Handlungsbedarf ist nach Meinung von Bartels groß: „Wir können nicht zusehen, wie Russee und Hammer zu reinen Schlafstadtteilen werden.