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Kiel Kieler Förde bekommt eine Elektrofähre
Kiel Kieler Förde bekommt eine Elektrofähre
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17:15 02.10.2019
Von Frank Behling
Die erste vollelektronische Fähre in Kiel soll 2020 als "Düsternbrook" in Dienst gestellt werden. Quelle: Frank Behling
Kiel

In einem Jahr soll die Fähre "Düsternbrook" von der Werft in Hardinxveld-Giessendam bei Rotterdam aus Kurs auf Kiel nehmen. "Die Ablieferung ist bereits für Ende 2020 geplant. Das ist sehr schnell", sagt Andreas Schulz, Geschäftsführer der Kieler Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel (SFK).

Ein Grund für die schnelle Lieferung ist die Bewilligung von Fördermitteln durch des Bundesverkehrsministerium. Die Mittel können nur abgerufen werden, wenn die neue Fähre auch nächstes Jahr in Dienst gestellt wird. "Wir schaffen das, davon bin ich überzeugt", sagt Cor Hoogendoorn, Chef und Inhaber der Werft Holland Shipyards. 

Den Auftrag zum Baus hat Hoogendoorn am Mittwoch in Kiel bei der Reederei SFK mit Andreas Schulz und Betriebsleiter Ansgar Stalder unterschrieben. 

Elektrofähre für Kiel: Neubau kostet drei Millionen Euro

Der Bau der neuen Fähre kostet insgesamt drei Millionen Euro. Hinzu kommen laut Schulz noch Investitionen von etwa einer Million Euro in die Lade-Infrastruktur an den Anlegern. Das Bundesprogramm "Saubere Luft" des Bundesverkehrsministeriums fördert dieses Programm mit 763.000 Euro.

Bei Holland Shipyards wird bereits die im November 2018 bestellte Fähre "Gaarden" gebaut. Sie kostet 3,9 Millionen Euro. Zusammen mit dem Neubau "Düsternbrook"  investiert die Reederei fast acht Millionen Euro in den Beginn der Erneuerung der Flotte. 

Mehr Platz für Fahrräder auf der Kieler Fähre

"Für uns ist der Auftrag aus Kiel auch ein großer Schritt. Es wird die erste vollkommen elektrisch angetriebene Fähre auf unserer Werft", sagt Geschäftsführer Cor Hoogendoorn. Die neue "Düsternbrook" wird 24,7 Meter lang sein und 6,50 Meter breit. Parallel wird die Werft eine elektrisch betriebene Autofähre für die Brevik Fährgesellschaft in Norwegen bauen. Die Norweger ordern aber eine Fähre für Autos und Passagiere.

Die "Düsternbrook" für Kiel wird eine reine Fahrrad- und Passagier-Fähre. "Es wird an Bord Platz für 65 Fahrräder geben", verspricht Andreas Schulz. Die Passagierkapazität liegt bei 140 Personen. Der Neubau soll im kurzen Takt pendeln und die heutige Fähre "Schwentine" unterstützen.

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Mehr als doppelt so große Batterien

Statt von Dieselmotoren bekommen die Eletromotoren des Neubaus nur Strom aus zwei großen Batterieblöcken mit einer Leistung von zusammen 819 Kilowatt. Die Fähre "Gaarden" hat in der Hybrid-Variante 273 Kilowatt. Für das Aufladen der Batterien wird noch eine Infrastruktur am Anleger Dietrichsdorf und an der Hörn geschaffen.   

"Kiel entwickelt die Fährschifffahrt neu", freute sich Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD). Möglich machte dies die Förderung. "Da hat der Theodor-Heuss-Ring uns schon etwas geholfen. Ohne diese Messwerte hätten wir das Geld für diese modernen Fähren nicht bekommen", sagt Kämpfer. Insgesamt bekommt die Reederei 2,1 Millionen Euro an Fördermitteln für Neubauten.

Die neuen Fähren sollen auch die Arbeitsplätze bei der Fördeschifffahrt attraktiver machen. "Die SFK braucht auch dringend Nachwuch. Da ist es natürlich attraktiv, wenn man auf modernen Schiffen arbeiten kann", sagt Sabine Schirdewahn vom Eigenbetrieb Beteiligungen der Stadt, die für die Infrastruktur der Fähren zuständig ist.

Schwentine-Linie ab 2020 kostenlos

Um die Schwentine-Region noch weiter voranzubringen, soll die Fähranbindung attraktiver werden. "Wir wollen die Schwentine-Linie deshalb ab dem kommenden Jahr komplett kostenlos machen", kündigte Ulf Kämpfer an. Die in diesem Jahr eingeführte kostenlose Mitnahme der Fahrräder haben sich bereits positiv ausgewirkt.

Gleichzeitig soll es ein Projekt zum Bau einer Brücke zwischen der Fachhochschule und Geomar geben, um die Schwentine leichter überqueren zu können. "Das wird aber keine neue Dreifeld-Zug-Brücke", versprach Kämpfer in Anspielung auf die Hörn-Brücke

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