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Kiel Luftfilter für den Theodor-Heuss-Ring?
Kiel Luftfilter für den Theodor-Heuss-Ring?
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06:00 19.11.2018
Von Jürgen Küppers
Eine Filteranlage nach Stuttgarter Vorbild könnte laut CDU für weniger dicke Luft am Theodor-Heuss-Ring in Kiel sorgen. Quelle: Frank Peter
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Kiel

Laut einem in der Ratsversammlung vorgelegten CDU-Antrag soll die Stadt Kiel nun prüfen, ob eine solche Anlage auch am Theodor-Heuss-Ring Sinn macht. Doch vor entsprechenden Beschlüssen muss erst der Innen- und Umweltausschuss den Vorschlag prüfen. „Das ist kein Firlefanz, das ist eine echte Chance zur Verhinderung von Fahrverboten, die in Kiel keiner will“, begründete CDU-Fraktionschef Stefan Kruber den Antrag, der mit großer Ratsmehrheit zur weiteren Beratung in den Ausschuss verwiesen wurde. Erst im September hatte die Stadt Immissionsschutzwänden und Absauganlagen kaum noch Chancen eingeräumt.

Bis zu 40 Prozent weniger Stickstoffdioxid ermittelt

Krubers Optimismus speist sich aus den vorliegenden Untersuchungsergebnissen eines Karlsruher Ingenieurbüros zur Stuttgarter Filteranlage mit einer Förderleistung von rund 150.000 Kubikmetern pro Stunde. In direkter Umgebung des Absaugkanals auf dem Mittelbereich der Fahrbahnen habe das Ingenieurbüro eine Minderung von Stickstoffdioxid (NO2) von etwa 40 Prozent ermittelt. In einem Abstand von 200 Metern in Windrichtung betrage die Minderung noch 15 Prozent.

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Gestützt durch solch positive Ergebnisse in Stuttgart soll laut Antrag auch in Kiel eine entsprechende Untersuchung in Auftrag gegeben werden. Dabei seien die Verhältnisse in Kiel sogar noch günstiger als in der Schwabenmetropole. Denn in Kiel herrschten laut Antrag eine geringere Grundbelastung der Luft sowie höhere Windgeschwindigkeiten. Außerdem sei der Bereich der Verschmutzung lokal noch enger begrenzt.

Vorschlag löst keine große Begeisterung aus

Grundsätzliches Interesse am CDU-Vorschlag, aber keine große Begeisterung signalisierten die anderen Ratsfraktionen. „Wir sollten zunächst alle Argumente für oder gegen eine solche Anlage abwägen und nicht leichtfertig teure Prüfaufträge vergeben“, erklärte SPD-Ratsherr Andreas Arend.

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