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Kiel Nach dem Sturm ist vor dem Sturm
Kiel Nach dem Sturm ist vor dem Sturm
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08:00 11.01.2019
Von Frank Behling
An vier Stellen haben Hochwasser und Sturm jetzt weitere Gehwegplatten an der ohnehin schon in Mitleidenschaft gezogenen Kiellinie angehoben. Quelle: Frank Behling
Kiel

Das Ufer der Kiellinie sieht wie nach einem Schiffsuntergang aus. Im Wasser schwimmen Holzbalken, Plastikfolien und Reste von Fischkisten.

Straßensperren bleiben jetzt gleich vor Ort

Da für Sonntag oder Montag bereits der nächste Sturm mit Hochwasser erwartet wird, wenn das Hochdruckgebiet Angela und das Tiefdruckgebiet Donald über Mitteleuropa kollidieren, hat das Tiefbauamt bereits reagiert. Als die Mitarbeiter gestern nach der Überprüfung der Straße und Kaikante die Order zum Abbau der Straßensperren erhielten, verluden sie das Gerät nicht wieder auf ihre Lastwagen für die Rückfahrt ins Depot. „Die lassen wir jetzt hier liegen, falls es am Wochenende wieder erforderlich wird, die Kiellinie zu sperren“, so ein Mitarbeiter des Tiefbauamtes.

Gehwegplatten und Pflastersteine an der Kiellinie abgerutscht

Die Sperrbaken und Füße wurden fein säuberlich auf der Grünfläche neben der Straße in Bellevue aufgetürmt. Wenn am Wochenende die Pegel wieder über die Marke von sechs Meter steigen, soll die Feuerwehr anrücken und die Straßensperren installieren. Die Berufsfeuerwehr ist auch für den Aufbau der Hochwasserschutzsperren entlang des alten Olympiahafens zuständig. Entlang der 500 Meter langen Kaimauer zwischen Olympiahafen und Bellevue haben die beiden Stürme weitere Sandmassen aus der löchrigen Spundwand gewaschen. Die seit 2015 bereits wegen Baufälligkeit halbseitig gesperrte Vorzeigepromenade Kiels hat weitere Schäden. An vier Stellen sind jetzt Gehwegplatten und Pflastersteine abgerutscht.

Löcher in der Spundwand werden gestopft

Nächste Woche sollen die bei der ersten Sturmflut aufgetretenen Spundwandlöcher südlich Bellevue gestopft werden, teilt das Presseamt der Stadt mit. Dabei wird ein Wasserbauunternehmen Stahlplatten vor die Löcher schweißen, die ein Nachrutschen von weiteren Erdmassen des Geh- und Radwegs verhindern sollen. Danach sollen die Absackungen an der Oberfläche mit Baumaterial verfüllt werden. Wenn jetzt weitere Löcher entdeckt werden, sollen auch die gestopft werden.

An der Seebadeanstalt gingen derweil die Instandsetzungsarbeiten weiter. Monteure einer Baufirma aus Kappeln hatten gerade einen Teil des äußeren Stegs der Seebadeanstalt erneuert. Die Männer haben derzeit alle Hände voll zu tun. Auf die Frage, ob bis zum Frühjahr alle Reparaturen abgeschlossen werden können, gab es gestern in der Runde nur ein mitleidiges Lächeln. 

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