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Kiel Schilder sorgen für Verwirrung
Kiel Schilder sorgen für Verwirrung
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08:00 25.11.2019
Von Jennifer Ruske
Fahrradstraße, kombinierter Geh- und Radweg wie hier im Winterbeker Weg oder ausschließlich für Fußgänger vorbehalten? Das Teilstück der Veloroute 10 zwischen Saarbrückenstraße und Winterbeker Weg sorgt ob der unterschiedlichen Beschilderung für Probleme zwischen Fußgängern und Radfahrern. Quelle: Jennifer Ruske
Kiel

Dass es auf dem Teilstück zu Problemen zwischen Fußgängern und „rasenden Radfahrern“ komme, sei „absolut kein Wunder“, beschweren sich Anwohner im Ortsbeirat Hassee/Vieburg.

Das Gremium hatte das Thema „Sicherheit für Radfahren im Stadtteil“ auf der Tagesordnung seiner vierstündigen Mammutsitzung – und für den kurzen Abschnitt der Veloroute auch einen Antrag parat. In dem nahm sich die SPD eines weiteren Problems an: der Wegführung. Die Strecke führe um ein Privatgrundstück herum, erklärte Oliver Vongehr.

Weil der richtige Weg nicht markiert sei, verirren sich Nutzer immer wieder auf das Grundstück. Er forderte daher die Stadtverwaltung auf, Richtungspfeile und einen Spiegel für die Grundstücksausfahrt zu installieren, damit der Besitzer beim Verlassen des Grundstücks die Veloroute besser einsehen kann. Zudem soll die Straßenlaterne an die kritische Kreuzung versetzt werden, um eine bessere Ausleuchtung zu gewährleisten.

Kombinierter Rad- und Gehweg gefordert

Grundsätzlich waren alle Mitglieder für den Antrag, doch die CDU wertete das Problem des Schilderwirrwarrs als noch dringlicher und konterte mit einem eigenen Antrag: Entlang der Bahnschienen, parallel zur Christianistraße, soll der Weg zwischen Winterbeker Weg und Saarbrückenstraße wieder als kombinierter Rad- und Gehweg ausgewiesen werden.

Hierbei sei auf die Ausweisung als Fahrradstraße zu verzichten, heißt es in dem längeren Schriftstück, das Maik Lennart Grandke (CDU) vortrug. Der Weg diene als Gassigeh-Weg für Hundehalter, als Weg für die Kleinen zum Kindergarten und als Spazierweg für ältere Menschen, begründet Grandke unter Applaus der Anwohner, warum die CDU die Ausweisung als Fahrradstraße für falsch hält.

Die beiden so unterschiedlichen Anträge für die gleiche Strecke sorgten für eine hitzige Diskussion im Ortsbeirat, besonders die Anwohner legten sich für die Änderung in einen Geh- und Radweg ins Zeug. Am Ende einigten sich die Parteien, nach Sitzungsunterbrechung, auf einen gemeinsamen Antrag, der einstimmig angenommen wurde.

Radfahrer sollen in Rendsburger Landstraße geschützt werden

Nicht nur die Sicherheit der Fußgänger liegt dem Ortsbeirat am Herzen, sondern auch die der Radfahrer. Und die fühlen sich in der Rendsburger Landstraße zwischen Waldwiesenkreisel und Winterbeker Weg nicht sicher – trotz des Status Fahrradstraße und trotz der Tempo 30-Vorgabe.

Die Strecke von der B76 über die Rendsburger Landstraße werde von vielen Autofahrern als Abkürzung genutzt, die Pkw-Fahrer sind zu schnell und überholen trotz der geringen Straßenbreite, kritisierten Radfahrer immer wieder in E-Mails an den Ortsbeirat. Ein Grund, warum das Thema einmal mehr diskutiert wurde.

Geschäftsleute gegen Sperrung für Pkw

„Eine Sperrung der unteren Rendsburger Landstraße für Pkw, zumindest aber die Sperrung der Einfahrt ab Waldwiesenkreisel, wäre die beste Lösung“, wünschte sich ein Radfahrer im Publikum. „Wir dürfen die Geschäftsleute in der Straße nicht vergessen, deren Kunden kommen mit dem Auto“, mahnte jedoch Vongehr (SPD) und erntete zustimmendes Kopfnicken aus dem Publikum. „Die Schließung der Straße wäre für uns das Aus“, erklärte eine Geschäftsfrau.

Mit dem Antrag des Ortsbeirates an die Ämter der Stadt, unter anderem Schikanen auf der Fahrbahn zu errichten, um Autofahrer zum langsamen Fahren zu zwingen, waren alle einverstanden. Gleichzeitig regte der Ortsbeirat an, den Abbiegeverkehr vom Waldwiesenkreisel auf die Hamburger Chaussee zu verflüssigen, um Abkürzungsverkehre zu vermeiden.

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