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Kiel Schilderwald wird gelichtet
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11:34 02.04.2012
Von Volker Rebehn
Der Bunker-D im Hintergrund, nach links geht's zum Gießerei-Museum, nach rechts zum Computermuseum und zum Mediendom: So dicht wie im Neumühlen-Dietrichsdorfer Unterland liegen kaum Museen in Kiel zusammen. Quelle: Volker Rebehn
Neumühlen-Dietrichsdorf

Keine Frage: Die Fachhochschule hat ihren Auftrag zur Kulturförderung in Neumühlen-Dietrichsdorf und in der Region – wie es eines der Leitbilder der Hochschule fordert – erfolgreich umgesetzt. Das Kultur- und Kommunikationszentrum Bunker D, das Computermuseum, der Mediendom und die Howaldtsche Metallgießerei locken mit zahlreichen Kunstausstellungen, Präsentationen, Konzerten, Lesungen, Tanzinszenierungen oder Filmen regelmäßig zahlreiche Menschen auf das Ostufer.

 Diese Einrichtungen werden unter dem Markenlabel „Kulturinsel Dietrichsdorf“ zusammengefasst . Damit solle das geballte Kulturpotenzial, das sich in den vergangenen 20 Jahren in Neumühlen-Dietrichsdorf entwickelt hat, noch besser vermarktet werden. Das Tiefbauamt hat diese Idee aufgegriffen und will den Namen auf Verkehrsschildern verwenden. „Das Gebiet könnte unter einem Namen firmieren“, sagte Amtsleiter Uwe Schmeckthal in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates Neumühlen-Dietrichsdorf/Oppendorf. Zurzeit gäbe es an vielen Stellen ein zu großes Sammelsurium an Schildern. Der Ortsbeirat stimmte einstimmig für diese Namensgebung.

 Wie Schmeckthal weiter erläuterte, sei ein übergeordneter Name für die Verkehrsführung besser. Hinweisschilder für die „Kulturinsel Dietrichsdorf“ könnten schon auf der Autobahn oder am Ostring angebracht werden. In dem Gebiet selbst könnte dann gesondert auf die verschiedenen Einrichtungen hingewiesen werden. Wie Schmeckthal außerdem erläuterte, könnte durch ein einziges, übergeordnetes Hinweisschild die Beschilderung auf dem Ostring vor der großen Schwentinebrücke reduziert werden. In diesem Zusammenhang soll auch die Verkehrsführung Richtung Ostuferhafen zielgerichteter gestaltet werden. Piktogramme, wie sie der Ortsbeirat besonders nach dem tödlichen Unfall eines jungen Radfahrers im Oktober am nördlichen Brückenknoten gefordert hatte (wir berichteten), bewertete der Amtsleiter kritisch. Motorradfahrer würden dadurch gefährdet. Durch eine neue Wegweisung könnte mehr erreicht werden. Allerdings werde noch an einem Gesamtkonzept zur Verkehrslenkung im Bereich der Schwentinebrücke gearbeitet. Im nächsten Monat sollen erste Ergebnisse vorgestellt werden.