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Kiel Der Dammbau zu Holtenau
Kiel Der Dammbau zu Holtenau
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07:00 04.09.2018
Von Frank Behling
Die Schleusenkammer wird abgedichtet.  Quelle: Frank Behling
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Kiel

Danach sollen sie mit Sand verfüllt werden und die Schleuse zur Förde hin abdichten. „Die Segmente wurden auf der Wiker Seite am Kanal montiert und kommen auf einem Ponton zur Baustelle, wo der Kran sie jetzt einsetzen wird“, erklärte Matthias Baasch, der Bauleiter für die Verfüllung der kleinen Schleuse. Die jeweils bis zu 60 Tonnen schweren Segmente werden in diesen Tagen eingepasst und zwischen den Schleusenmauern befestigt. „Das ist Maßarbeit, diese schweren Teile so passgenau einzusetzen“, so Baasch. Mit speziellen Schläuchen werden die Damm-Elemente wasserdicht mit dem Mauerwerk verbunden. Wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind, können ab Ende September die ersten Sandlieferungen aus der Ostsee kommen, um den ersten Damm mit feinem Seesand zu befüllen.

Sand stabilisiert den Damm

Der Sand stabilisiert den Damm dann zusätzlich. Die Bauweise wird ohnehin extrem stabil ausgelegt. „Es wird dann über den Damm auch eine Zufahrt für Fahrzeuge auf die Schleuseninsel geben“, sagt Baasch. Bislang können über die alten Stemmtore keine Autos auf die Schleuse fahren. Schwerlast- und Baustellenverkehr soll allerdings nicht über diesen Damm rollen. „Er ist für kleine Fahrzeuge gedacht. Für den Baustellenverkehr werden wir später noch einen Fähranleger in der Wik bauen“, so Baasch. Zusätzlich zum Baustellenverkehr müssen aber auch in Notfällen kleinere Fahrzeuge auf die Schleuseninsel kommen. Dies soll dann über den sogenannten Fangedamm geschehen.

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Wenn der fördeseitige Damm gebaut und verfüllt ist, wird der Ersatz der kanalseitigen Schleusentore angegangen. Die jetzt noch zum Hochwasserschutz im Bauwerk befindlichen acht Tore auf der Innenseite der Schleuse sollen im Oktober ausgebaut und dann ebenfalls durch einen Fangedamm ersetzt werden. Auch diese Elemente werden auf dem Bauplatz neben der Kanalfähre „Adler 1“ in der Wik gebaut. Wenn das geschehen ist, kann das Verfüllen der beiden Schleusenkammern mit dänischem Seesand geschehen.

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