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Kiel Schmid-Prozess: Ein Ende kommt in Sicht
Kiel Schmid-Prozess: Ein Ende kommt in Sicht
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19:57 08.12.2008
Kiel

Januar an.

Dem 56-Jährigen wurde angelastet, 2002 vor einer drohenden Pfändung Vermögen in einer Größenordnung von insgesamt 1,2 Millionen Euro nach Liechtenstein transferiert zu haben. Die Hauptgläubigerin, die Sachsen LB, hatte ihm zuvor wegen angeblicher Zahlungsunfähigkeit Kredite gekündigt und Rückzahlung verlangt.

Schmids Verteidiger hatten in den vergangenen Monaten immer wieder Beweisanträge gestellt, um die Unschuld des früheren Milliardärs zu belegen. Die Landesbank habe den 100-Millionen-Euro-Kredit unrechtmäßig gekündigt, ihr Mandant sei davon ausgegangen, zahlungsfähig zu sein. Eine Argumentation, der sich die Kammer offenbar nach der Beweisaufnahme in Teilen anschloss und daher bereits im September eine Herabstufung des Vorwurfs des betrügerischen Bankrotts andeutete. Schmid könnte dann allenfalls wegen versuchten Bankrotts verurteilt werden. In dem Fall droht ihm vermutlich nur noch eine Geldstrafe.

Auch die Aussagen der beiden Zeugen untermauerten gestern, dass es rund um die Forderung nach Nachsicherung und Kündigung des Kredits immer wieder zu Unstimmigkeiten seitens der Bank gekommen war. Ein früherer Bank-Mitarbeiter aus Leipzig räumte ein, dass die Sachsen LB sich bei der für sie untypischen Kreditvergabe anfangs auf der sicheren Seite wähnte: Schließlich habe es sich bei Schmid um einen aufgehenden Stern am Himmel mit ausgezeichneter Bonität gehandelt. Als dann die Mobilcom-Aktien in den Keller fielen, versuchte die Bank, sich zusätzlich über die von Schmid erworbenen Grundstücke am Germaniahafen abzusichern. Doch auch gestern gelang es nicht, widersprüchliche Angaben zur Nachsicherung, zu Beleihungswerten und Gutachten aufzulösen. Der Zeuge, der Anfang 2002 die Bank verließ, konnte sich kaum noch erinnern, sprach von turbulenten Umbruchzeiten und völlig überlasteten Mitarbeitern. Auch Schmids damaliger Anwalt aus Schleswig berichtete mit Blick auf die seiner Ansicht nach ungerechtfertigte Nachforderung und anschließende Neubewertung der Hörn-Grundstücke von zum Teil skandalösen Vorgängen. Aus der Erinnerung zitierte er Schmid mit den Worten, es könne doch nicht sein, dass er immer weiter in den Bau investiere, das Grundstück aber hinterher weniger wert sein solle. Die Verhandlung wird am 22. Dezember mit den Plädoyers fortgesetzt.

mad

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