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Kiel Schnupper-Reporter bei „Hempels“
Kiel Schnupper-Reporter bei „Hempels“
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19:44 19.01.2016
Von Martina Drexler
Arbeiten an der neuen Ausgabe für März (von links): Die Studenten Cheryl Akinyi Oluoch, Matthis Hupertz und Hannah Hinzmann mit Hempels-Redaktionsleiter Peter Brandhorst. Quelle: Sven Janssen
Kiel

Das Projekt mag zwar ungewöhnlich sein, doch für die Kieler Universität und das Magazin ist diese Zusammenarbeit nicht neu: Es ist das vierte Mal, dass „Hempels“-Redaktionsleiter Peter Brandhorst (63) mit jungen, schreibfreudigen Menschen zusammenarbeitet. Geboren wurde die Idee nach einem Vortrag des gelernten Journalisten über das Straßenmagazin, das demnächst seinen 20. Geburtstag feiert, an der Universität. 20 Studenten und Studentinnen können durch ihre Reportagen und Berichte in der Fachergänzung Credit points (Leistungspunkte, die 25 bis 30 Stunden Arbeitsaufwand entsprechen) sammeln: An sechs Nachmittagen erfuhren sie im Theorieteil viel über die verschiedenen Stilformen, um dann nach Absprache mit Brandhorst jeweils zu zweit auf Themensuchen zu gehen. Für beide Seiten einen spannende Erfahrung. Peter Brandhorst wollte junge Themen ins Blatt holen, was auch aus seiner Sicht gut gelungen ist.

 Beispiele gefällig? Anglistik-Studentin Hannah Hinzmann (22) berichtet mit ihrer Kommilitonin über die erst vor kurzem gegründete gemeinnützige Organisation „Jugend rettet“: Der Verein hat sich zur Aufgabe gemacht, durch Spenden den Kauf und Unterhalt eines Schiffes zu finanzieren, das in Seenot geratene Flüchtlinge im Mittelmeer retten soll. Cheryl Akinyi Oluoch (22), im dritten Semester empirische Sprachwissenschaften und Anglistik, gehört zu dem Duo, das die neue Stiftung „Hempels hilft Wohnen“ vorstellt: Sie sammelt Geld, um Wohnungen für Bedürftige zu beschaffen. Ein drängendes Thema, wie Brandhorst findet, denn unter den mehr als 10000 Wohnungslosen in Schleswig-Holstein stieg der Anteil von Frauen und jungen Leuten deutlich an. „Unsere Aufgabe ist es, prekär lebenden Menschen eine Stimme zu geben. Aber mir ist auch wichtig, dass die Leser etwas Leichteres zu lesen bekommen“, erklärt Brandhorst, der seit mehr als zwölf Jahren die Kieler Redaktion mit festen Stellen für Online-Auftritte, Grafik und Fotografie sowie der Zusammenarbeit mit Freien leitet.

 Das Leichtere steuert Matthis Hupertz (23) zusammen mit einer Kommilitonin bei: Ob Tinder oder Lovoo – es sei ihnen darum gegangen, die Unterschiede zu Partnerbörsen herauszufiltern, bei denen sich nicht alles um das Finden des Traummannes oder der Traumfrau drehe, sondern lediglich um schnellen Sex. Über die Vermittlung einer Bekannten trafen sich die studentischen Reporter mit einer Kielerin, die anonym ihre Erfahrungen mit Dating Apps schildert.

 Matthis, Hannah und Cheryl, die alle drei später im journalistischen Bereich arbeiten wollen, fanden den Ausflug in die Praxis lehrreich. Da die Gründer von „Jugend rettet“ in Berlin sitzen, interviewte Hannah sie per Skype. Cheryl hat erfahren, wie mühsam es sein kann, „hinter Menschen herzurennen, von denen man Auskünfte haben möchte“. Matthis wiederum war überrascht vom Gesprächsverlauf mit der Frau, die eigentlich nur schnellen Sex haben wollte, aber doch Wert darauf legte, dass dies nicht gleich beim ersten Treffen passiert. Für ihn war vor allem die Arbeit mit Profis wichtig und die Gruppe: „Alle haben alle Texte gelesen. An der Universität arbeitet man für sich allein.“

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