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Kiel Am Bahnhof wartet noch viel Arbeit
Kiel Am Bahnhof wartet noch viel Arbeit
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07:00 01.09.2018
Von Niklas Wieczorek
Für mehr Sauberkeit und Hygiene: Auf dem Bahnhofsvorplatz steht seit wenigen Tagen übergangsweise ein Toilettenwagen bereit. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
Kiel

Das städtische Konzept listet mehrere Bereiche auf, in denen gehandelt werden muss – und schon gehandelt wird. Da wäre zum einen die Sauberkeit: So häuften sich die Klagen über ungebührliches Verhalten mancher auf dem Vorplatz oder im Übergang zum Sophienhof. In Abstimmung mit dem Einkaufszentrum und der Bahn verstärkte der Abfallwirtschaftsbetrieb Kiel (ABK) seine Aktivitäten: Vier Grundreinigungen jährlich und eine 14-tägige Nassreinigung wurden gestartet. Für die Stadt fallen Kosten in Höhe von fast 40000 Euro im Jahr an. Dirk Scheelje (Grüne) äußerte im Wirtschaftsausschuss allerdings den Eindruck, es habe sich nichts verbessert.

Deutlich sichtbar ist dagegen der vor wenigen Tagen aufgestellte Toilettenwagen an der Raiffeisenstraße. Er soll übergangsweise bereitstehen, bis eine für etwa 72000 Euro angeschaffte Kleinst-Toilettenanlage im Bereich des Treppenhauses C kommt – eben jene Ecke Richtung Sophienhof-Übergang. Zeitpunkt: Ende des Jahres.

Für die Sicherheit im Bahnhof ist vor allem die Bundespolizei verantwortlich: Nachdem es 2017 einen besorgniserregenden Trend zu mehr Straftaten gab, sei das Bild 2018 bisher differenzierter, so die Direktion. Schwerpunkteinsätze zeigten einen präventiven Effekt. Größtes Problem seien Drogendelikte, die weiterhin ansteigen. Im Bahnhof helfen aber 47 Kameras, die zur Überwachung angebracht werden. Bis Ende des Jahres.

Vor dem Bahnhof ist das 2. Polizeirevier mit der Streife „Blume“ tätig, deren Name vom damaligen Drogenumschlagplatz stammt. Der scheidende Revierleiter Kay Kramm machte im KN-Gespräch deutlich, dass seine Behörde für Straftaten, aber nicht für Hygiene verantwortlich sei: „Ich wollte unsere Mitarbeiter nicht zur ,Pinkelpolizei’ verkommen lassen. Dafür ist der kommunale Ordnungsdienst dann vielleicht gut“, so der erfahrene Polizist. Dessen Einführung kündigt die Stadt „vermutlich Ende des Jahres“ an.

Vollständige Ergebnisse einer Bürgerbefragung durch Stadt und Kiel-Marketing gibt es noch nicht. Sie sollen vorliegen, sobald der Bahnhofsbeirat erstmals zusammentritt. Das ist derzeit für Oktober geplant, auch eine Interessengemeinschaft der Gewerbetreibenden wolle sich daran beteiligen. Die Verwaltung will anschließend erneut berichten: Ende des Jahres.

So eine Museumsnacht kann schon ein Glücksspiel sein. Bei der Riesenauswahl der angebotenen Aktionen sollte man möglichst zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle sein. Zum Beispiel hier: Daniela Stefanic spielte Roulette in der Medizin- und Pharmaziehistorischen Sammlung.

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Niklas Wieczorek 31.08.2018