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Kiel Bankräuber stellt Befangenheitsantrag
Kiel Bankräuber stellt Befangenheitsantrag
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15:07 24.09.2019
Die Staatsanwaltschaft wirft dem bis zu seiner Verhaftung in Kiel-Suchsdorf wohnenden Deutschen schweren Raub und versuchten Mord vor. Quelle: Axel Heimken/dpa
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Hamburg/Kiel

"Es heißt nicht letzte Monologe, es heißt letztes Wort", sagte Woitas, die den Angeklagten bereits mehrfach auf Wiederholungen und weitschweifende Ausführungen hingewiesen hatte.

Oberstaatsanwalt Lars Mahnke sprach von einer "vollständigen biografischen Selbstdarstellung". Der Angeklagte hatte bereits an drei Verhandlungstagen sein letztes Wort in Anspruch genommen. Woitas forderte den Angeklagten auf, bald zu einem Ende zu kommen. Daraufhin stellte der 71-Jährige einen Befangenheitsantrag gegen die Berufsrichter - wie schon einmal. Dieser muss nun von der Großen Strafkammer geprüft werden. Der Verhandlungstag endete damit vorzeitig und soll am Freitag fortgesetzt werden.

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Haft von zwölf Jahren und zehn Monaten gefordert

Die Staatsanwaltschaft wirft dem bis zu seiner Verhaftung in Kiel-Suchsdorf wohnenden Deutschen schweren Raub und versuchten Mord vor. Ihm werden drei Banküberfälle zwischen 2011 und 2019 mit insgesamt etwa 25 000 Euro Beute zur Last gelegt. Zudem hatte er bei einem der Überfälle einem Bankmitarbeiter in den Bauch geschossen. Der damals 45-Jährige überlebte nur dank einer Notoperation. Der Angeklagte hat die Taten gestanden, eine Tötungsabsicht aber bestritten.

Der Staatsanwalt hat für den sogenannten Donnerstagsräuber eine Haftstrafe von zwölf Jahren und zehn Monaten gefordert und anschließende Sicherungsverwahrung beantragt.

Von RND/dpa

KN-online (Kieler Nachrichten) 24.09.2019
Niklas Wieczorek 24.09.2019
Niklas Wieczorek 24.09.2019