Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Kiel #Fischdetektive helfen Forschern
Kiel #Fischdetektive helfen Forschern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:52 08.06.2017
Von Karen Schwenke
Sprotte oder Sardine? Deckt sich die Angabe aus dem Supermarkt mit der DNA-Probe? Emma Schwitzer (li.) und Annika Beckröge wollen es wissen. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
Kiel

Drei Wochen lang läuft das Citizen-Science-Projekt #Fischdetektive des Geomar Helmholtz-Zentrums in Kiel. Zusammen mit den Wissenschaftlern können die Kinder und Jugendlichen herausfinden, „wo die Fische, die wir essen, wirklich herkommen, und ob wirklich das drin steckt, was auf den Etiketten draufsteht“, erklärt Projektkoordinatorin Dr. Anna Bockelmann.

Die von Schülern bundesweit im Supermarkt oder Restaurant, beim Fischhändler oder auf dem Markt gesammelten Fischgewebe-Proben schicken sie anschließend an die Forscher in Kiel, wo der Fisch genetisch analysiert wird. Mit ihrem Vorhaben, das im Wissenschaftsjahr „Meere und Ozeane“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 130.000 Euro gefördert wird, verfolgen die Forscher laut Projektleiter Prof. Thorsten Reusch das Kernziel, Art, Herkunft und Deklaration der Fische im deutschen Handel zu bestimmen und zu überprüfen. Zum ersten Mal würden die Meeresforscher für eine wissenschaftliche Studie die Bevölkerung zur Erhebung von Daten und Proben einbinden. „So viele Daten könnte ein einzelner Forscher natürlich nie sammeln“, schätzt Reusch. Auf diesem Wege ließen sich nicht nur riesige Datenmengen erheben, sondern noch weitere Projektziele verfolgen: „Wir fördern bei den Heranwachsenden die naturwissenschaftlichen Kompetenzen und stärken ihre Verbrauchermündigkeit.“

Letzteres sei dringend nötig. Mindestens die Hälfte bis Zweidrittel des gesamten Fischbestandes weltweit sei überfischt. Die Fischdetektive lernen, dass es einen Ausweg aus der Überfischung gibt: Verbraucher können durch ihr Kaufverhalten eine nachhaltige Fischbewirtschaftung einfordern. Dazu müssen sie wissen, was sie kaufen. Seit 2013 gibt es daher eine EU-weite Kennzeichnungspflicht für Fisch: Bei jedem verkauften Fischprodukt muss der wissenschaftliche Name des Fisches genannt werden, zudem Handelsname, Fanggebiet und Fangmethode. Die Fischdetektive sollen genau diese Informationen ablesen oder erfragen und notieren. Die Angaben werden dann mit den DNA-Ergebnissen aus der Fischprobe verglichen.

Infos unter www.fischdetektive.de oder in der Webapp 

Wie sollte man für einen Marathon trainieren oder für lange Distanzen? Was ist bei der Ernährung zu beachten? Auf Fragen wie diese werden zwei absolute Experten am Donnerstag, 15. Juni, beim KN-Talk ab 19.30 Uhr in der Kundenhalle der Kieler Nachrichten keine Antworten schuldig bleiben.

Gerhard Müller 08.06.2017
Kiel Ratsdienergarten zur Kieler Woche Playground Kiel: Endlose Möglichkeiten

Zum mittlerweile dritten Mal haben die Veranstalter des Playgrounds etliche Aktivitäten zur Kieler Woche für ihr Areal im Ratsdienergarten vorbereitet – und damit eine kleine eigene Tradition für 11- bis 18-Jährige begründet.

Niklas Wieczorek 08.06.2017

Auch der traditionelle städtische Weihnachtsmarkt auf dem Holstenplatz in Kiel soll schöner werden. Es bestehe nach 45 Jahren Handlungsbedarf. Der Ratsversammlung am Donnerstag berät ein Konzept. Ihre Zustimmung gilt als sicher.

Martina Drexler 07.06.2017