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Kiel An diesen Kieler Schulen wird gebaut
Kiel An diesen Kieler Schulen wird gebaut
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06:10 14.02.2020
Von Jürgen Küppers
Die Max-Tau-Schule in Mettenhof muss weiter wachsen, weil der Platz nicht mehr reicht. Denn immer mehr junge Familien ziehen in den Stadtteil. Quelle: Thomas Eisenkrätzer/Google Screenshot
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Kiel

Immer mehr Kieler Schulen platzen aus den Nähten. Jetzt will die Stadt bei Neubau oder Erweiterung von Schulen aufs Tempo drücken. Vier solcher Projekte in Stadtteilen mit besonders großem Schulplatzbedarf löst die Immobilienwirtschaft aus dem Schulbauprogramm heraus und zieht sie mit höchster Dringlichkeitsstufe nach vorne. Andere Schulen, an denen absehbar keine neuen Plätze entstehen, rutschen in der Prioritätenliste nach hinten. So steht es in einer Beschlussvorlage der Verwaltung, die am Donnerstag im Schulausschuss diskutiert wurde.

Bei den vorgezogenen Bauprojekten geht es um folgende Standorte: Neubau einer dreizügigen Grundschule für etwa 350 Schüler plus Sporthalle auf dem Gelände der alten Schwimmhalle in Gaarden. Zuvor will die Stadt einen Architektenwettbewerb aufgrund der städtebaulichen Bedeutung der neuen Schule. Anvisierte Fertigstellung: Ende 2023. Zu Kosten – auch für die anderen Schulbauprojekte – machte die Stadt noch keine Angaben.

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Adolf-Reichwein-Schule soll reaktiviert werden

Die weiteren Projekte mit höchster Dringlichkeitsstufe: Erweiterung der Max-Tau-Schule (Odensestraße, Mettenhof) um einen dritten Zug in der Grundschule für mindestens 100 zusätzliche Schüler. Weitere Schulräume entstehen zusätzlich an der Max-Tau-Gemeinschaftsschule. An der Klaus-Groth-Schule (Winterbeker Weg) sollen so zügig wie möglich neue Räume im Umfang von rund 1000 Quadratmetern geschaffen werden.

Die eigentlich geschlossene, derzeit aber noch als Unterrichts-Ausweichquartier genutzte Adolf-Reichwein-Schule (Tiefe Allee, Dietrichsdorf) will die Stadt durch umfassende Sanierung möglichst ab Sommer 2022 wieder zu einem regulären Schulstandort für rund 300 Schüler reaktivieren.

Ebenfalls für solch eine Reaktivierung infrage käme laut Immobilienwirtschaft unter Umständen noch ein weiterer Standort: die zwischenzeitlich geschlossene, aber ebenfalls von Nachbarschulen übergangsweise genutzte Fridtjof-Nansen-Schule (Geschwister-Scholl-Straße, Mettenhof).

Akuter Handlungsbedarf in Gaarden, Mettenhof und Dietrichsdorf

In der Priorität „als potenziell aufschiebbar“ zurückgestuft wurden zunächst die Baumaßnahmen an der Theodor-Heuss-Schule, der Grundschule Wellsee sowie der dort ebenfalls geplante Neubau einer Sporthalle. Ob und welche Schulbauprojekte ebenfalls nach hinten oder in der Priorität sogar nach vorne rutschen, stehe im Schulbauprogramm 2.0, das bis Ende 2020 vorliegen soll. „Denn vorher brauchen wir noch als Basis dafür die Daten der aktuellen Kieler Bevölkerungsprognose“, erklärt Bildungsdezernentin Renate Treutel.

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Fest stehe aber: Insbesondere in Gaarden, Mettenhof oder Dietrichsdorf bestehe durch den starken Zuzug von Familien mit Kindern akuter Handlungsbedarf, was zusätzliche Schulplätze angehe. In der Beschlussvorlage heißt es dazu: „In den vergangenen Jahren gelang es oft nur knapp und unter großem Aufwand, alle Kinder mit einem Schulplatz versorgen zu können. Diese Situation spitzt sich von Jahr zu Jahr zu.“ Die laut Bildungsministerium maximal zulässigen Kapazitäten würden teilweise überschritten.

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Umstrukturierung im Baudezernat: Vorbild ist die Kiwog

Mehr Tempo bei Planung und Abwicklung im Schulbau könnte auch durch eine Umstrukturierung im Baudezernat entstehen. Laut Baudezernentin Doris Grondke prüfe die Verwaltung derzeit, ob eine neue städtische Gesellschaft speziell für Kieler Schulbau Entscheidungsprozesse vereinfachen und damit beschleunigen könnte – in etwa nach dem Vorbild der Kieler Wohnungsgesellschaft (Kiwog).

Aber schon jetzt sieht die Dezernentin Kiel gut aufgestellt: „Ich finde, beim Schulbau müssen wir uns jetzt schon nicht verstecken. Da schaffen wir eine ganze Menge.“ Schließlich werde an 20 der insgesamt 68 Schulen in Kiel derzeit aus- oder angebaut. Auch personell gebe es durch Neubesetzung einiger Planstellen mittlerweile eine Entlastung. Weiterhin angespannt bleibe die Lage hingegen im Baubereich. „Nach wie vor gibt es viel zu wenige Angebote von Firmen im Rahmen unserer Ausschreibungen.“

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