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Kiel Plötzlich klafft ein Loch im Boden
Kiel Plötzlich klafft ein Loch im Boden
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17:57 04.02.2020
Von Jennifer Ruske
Absperrung am Heidenberger Teich: Am Montagabend ist neben dem Weg zum Wasser in Mettenhof die Erde eingesackt. Quelle: Jennifer Ruske
Kiel

Die Stadt Kiel hat den Krater gesichert. Wie genau das Loch entstanden ist, lässt sich noch nicht sagen, berichtete Arne Ivers vom Presseamt der Stadt. Sicher ist: Am Montagabend sackte auf dem Hang zwischen dem Birgitta-Thomas-Haus (Skandinaviendamm), der Pumpstation am Teich und dem Gewässer der Boden weg – und das in einem solchen Ausmaß, dass die Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes der Stadt Kiel gegen 18.20 Uhr die Sicherung des Lochs übernahmen. Kurze Zeit später wurden feste Baken rund um die Grube aufgestellt.

Dienstagfrüh erfolgte eine „Begutachtung der örtlichen Umstände“, so Ivers. Die habe ergeben, dass die Bodenausspülung und das dadurch entstandene Loch offensichtlich mit den Arbeiten für den Bau der zweiten Druckrohrleitung der Pumpstation Heidenberger Teich zusammenhängen. Das ließ das Tiefbauamt (Abteilung Stadtentwässerung) über die Pressestelle mitteilen.

Zweite Schmutzwasserleitung über der alten

Im vergangenen Jahr wurde eine zweite Schmutzwasserleitung ab der Mettenhofer Pumpstation bis zum Russeer Weg gebaut, um im Notfall – bei Beschädigung der ersten Leitung – einen Ersatz zu haben, durch den die Abwässer aus ganz Mettenhof und den umliegenden Dörfern über die Pumpstation Hasseldieksdamm ins Klärwerk Bülk geleitet werde.

Die zweite Schmutzwasserleitung wurde über der ersten, älteren Leitung verlegt. Entweder, so Ivers weiter, wurde bei den Erdarbeiten die alte Leitung beschädigt. Oder es handele sich um einen alten Schaden, der nun zu Tage getreten sei. Genaueres werden die Mitarbeiter des Tiefbauamtes erst am Mittwoch sagen können. Dann ist eine Inspektion der Rohrleitungen mit einer Kamera geplant, um den Schaden genauer zu lokalisieren.

Begutachtung gibt Aufschluss über Reparatur-Aufwand

Zudem werde eine provisorische Abflusslenkung – quasi eine Umleitung um die schadhafte Stelle – vorbereitet, um weitere Sand-Ausspülungen und ein weiteres Absacken des Bodens zu verhindern. Es sei geplant, den Schaden nach der Lokalisierung möglichst kurzfristig zu beheben, sagte Sprecher Ivers. Wann und wie schnell die Reparatur vonstattengehen wird, hänge allerdings vom Umfang des Schadens ab. „Dazu müssen wir die Begutachtung abwarten.“

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