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Kiel KVG beantwortet Leser-Fragen
Kiel KVG beantwortet Leser-Fragen
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08:30 06.12.2017
Von Thomas Paterjey
Kampagne fürs Vorne-Einsteigen: Seit Montag verteilen (von links) Karlheinz Dittrich, Marita Muus, Yannik Andrews, Christel Stullich-Affeldt, Hans-Gerd Wengenroth und Klaus Gübel die Flyer. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
Kiel

Einige Leser fragen, ob die „Fünf-Minuten-Regel“ künftig nicht mehr gilt? Sie besagt, dass man bei einem mehr als fünf Minuten verspäteten Bus an jeder Tür einsteigen darf, um die Verspätung nicht noch größer werden zu lassen.

Die „Fünf-Minuten-Regel“ war als Ausnahme definiert, um hier dem Fahrpersonal eine Handreichung zu geben für die Entscheidung, die hinteren Türen für den Einstieg freizugeben, bevor alle Fahrzeuge mit Außenlautsprechern ausgestattet waren. Eine generelle Anwendung war nie vorgesehen und wurde auch nicht durchgeführt.


Viele Leser haben Sympathien mit den Busfahrern. Diese müssten den Fahrplan einhalten, was angesichts der Baustellen gar nicht so leicht sei.  Warum setzt die KVG nicht mehr Kontrolleure ein - und entlastet die Fahrer so?

Die Sichtprüfung durch den Fahrer dient vornehmlich dazu, dass Fahrgäste mit gültigem Fahrausweis den ÖPNV nutzen und stellt keine Fahrscheinkontrolle dar. Die Erhöhung der Fahrscheinkontrolleure führt nicht zur Entlastung des Fahrpersonals, da die Sichtprüfung beim Einstieg nicht durch die Kontrolleure wahrgenommen wird. Eine Ausweitung der Kontrollen würde möglicherweise eine größere Abschreckung bedeuten, aber keine Entlastung des Fahrpersonals.

Im Leserforum wird angeregt, die Ticketkontrolle technisch aufzurüsten: Beim Fahrer oder an jeder Tür solle ein elektronisches Lesegerät installiert werden. Das würde die Abläufe beschleunigen. Denkt die KVG darüber nach? Muss es dafür eine Regelung durch den Nahverkehrsverbund Nah.SH, also im SH-Tarif geben?

Selbstverständlich. Im Rahmen der Diskussionen über Online-Ticket und Handyticket ist auch die Ausrüstung der Fahrzeuge mit Barcodelesegeräten ein Thema. Allerdings ist hier im Rahmen des SH-Tarifs ein einheitlicher Standard wünschenswert. Diese Abstimmung ist noch nicht abgeschlossen. Zudem ist damit die Sichtprüfung durch das Fahrpersonal nicht überflüssig, da die elektronische Prüfung lediglich akustisch oder optisch die Gültigkeit/Ungültigkeit eines Fahrausweises wiedergibt, aber nicht den fehlenden Fahrausweis. Daher wird auch mit diesen Systemen der Einstieg vorn bleiben.


Größter Kritikpunkt an der „Vorne-Einsteigen-Regel“ aus Sicht unserer Leser ist die fehlende „Durchgeh-Moral“. Im vorderen Bereich seien oft alle Plätze belegt – ältere und behinderte Fahrgäste müssten darum bitten, dass ihnen ein Platz frei gemacht wird. Wie will die KVG ihre Fahrgäste dazu bringen, nach hinten durchzugehen?

Dieses Problem sehen wir genauso. Unser Fahrpersonal kann hier nur unterstützen mit einer Bitte an die Fahrgäste über Durchsagen, sofern die Verkehrssituation dies ermöglicht. Die übrigen Fahrgäste können hier ebenfalls unterstützen, indem gefragt wird, ob weiter durchgegangen werden kann. In unserem Faltblatt haben wir darauf hingewiesen, dass es für alle Fahrgäste hilfreich ist, wenn der ganze Bus genutzt wird.

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