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Kiel Schweißtreibende Arbeit trotz arktischer Temperaturen
Kiel Schweißtreibende Arbeit trotz arktischer Temperaturen
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19:30 07.01.2009
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Kiel

Als Feuerwehrmann löscht er in seiner Freizeit glühendheiße Brände, beruflich nimmt es Ren Schmurr als Leiter der Tiefkühlabteilung im CITTI-Markt mit arktischen Temperaturen auf. An seinem Arbeitsplatz, dem wohl Kältesten in Schleswig-Holstein, herrschen minus 25 Grad. Normale Winterjacken wärmen nur wenige Minuten in der klirrenden Kälte. Schon kurz nach dem man die gigantische Lagerhalle in Wellsee durch eine Schleuse betreten hat, bibbert der Körper. Auch die Kamera des Fotografen muss sich erst an die Minusgrade gewöhnen, der Kugelschreiber des Journalisten hingegen verweigert sofort seine Gefolgschaft. Schmurr hilft mit einem Bleistift aus. Er und sein Team sind gut gerüstet und ausgestattet. Alle 16 Männer tragen dicke Thermokleidung, Mützen und Handschuhe, als seien sie auf einer Expedition ins ewige Eis.

Jörn Greetfeldt hat zudem seinen Schal über die Nase gezogen - nur ein kleiner Schlitz für die Augen bleibt frei. Feine Eiskristalle überziehen Schal und Mütze. "An die Kälte gewöhnt man sich mit der Zeit. Man bleibt ja immer in Bewegung. Mich stört nur, dass die Füße nach einer Weile kalt werden." Der Packer sortiert Kisten mit Apfelstreuselkuchen in ein Regal. Über 2400 verschiedene Produkte - ob Barramundifilet aus Thailand, Grünkohl aus Polen oder ungarische Feuerspieße - sind in der Kühlhalle auf 10700 Quadratmeter Lagerfläche deponiert. Unzählige Paletten mit gefrorenem Gemüse, Obst, Fleisch, Speiseeis und Torten sind auf Stahlregalen bis an die Decke gestapelt. Täglich wird die Ware aus aller Welt tiefgefroren per Laster angeliefert und von den Packern für den Verkauf an Krankenhäuser, Altenheime, Schulen und die Gastronomie portioniert und gepackt.

Gerade im Sommer haben die Tiefkühlkommissionierer besonders viel zu tun. "Nicht nur wegen der Hitze, sondern weil dann Ferienzeit ist", erzählt Schmurr, der seit 13 Jahren dem eiskalten Beruf nachgeht. Dann beginnen die Packer bisweilen schon um 5 Uhr morgens ihre - trotz der tiefen Temperaturen - schweißtreibende Arbeit. "Früher ging unsere Hochsaison von März bis Oktober und im Winter war Flaute. Das ist längst nicht mehr so, da Tiefkühlprodukte auch in der kalten Jahreszeit immer beliebter werden", sagt Abteilungsleiter Schmurr.

Die hohen Temperaturunterschiede zwischen Kühlhalle und Außenwelt hätten vor allem im Juli und August ihre Tücken und belasteten den Kreislauf enorm, sagt Schmurr. "Während eines heißen Sommers können das schon mal 80 Grad werden. Dann ist der Feierabend meistens gelaufen, weil ich mich total gerädert fühle."

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