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Kiel Schwentinemündung: Wasserkraft kein Thema mehr
Kiel Schwentinemündung: Wasserkraft kein Thema mehr
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15:51 09.12.2008
Neumühlen-Dietrichsdorf

"Die letzten Verhandlungen zwischen potenziellen Betreibern und der Stadt sind gescheitert", sagt Peter Todeskino. Zwar habe die Verwaltung entsprechende Ambitionen für ein Wasserkraftwerk befürwortet und unterstützt. Mit den Konzepten sei man allerdings nicht weitergekommen. Notwendige Rücksicht habe man dabei auf einen städtischen Pächter (Restaurant "Alte Mühle" - die Red.) genommen. "Wir wollten diesen vertraglichen Bestand nicht gefährden", sagte Todeskino. Ein Wasserkraftwerk könnte sich als problematisch für den Geschäftsbetrieb erweisen. Die Verwaltung sehe zurzeit keine Möglichkeit, beide Interessen in Einklang zu bringen.Darüber hinaus könnte sich ein Wasserkraftwerk negativ auf die Fischtreppe auswirken. Über diese Treppe sollen die Fische den Aufstieg von der Förde in die Schwentine schaffen, um in dem Fluss laichen zu können. "Der dafür notwenige Lockstrom bedarf ebenfalls der Wasserkraft", sagte Todeskino. Ein Wasserkraftwerk in der Nähe könnte aber die Funktion der Fischtreppe gefährden.Für die Arbeitsgemeinschaft (Arge) Wasserkraftwerke Niedersachsen und Schleswig-Holstein ist das Thema Wasserkraft noch nicht beendet. "Wir sind an dem Projekt nach wie vor interessiert", sagt Jürgen Obersiebrasse. Nach Auffassung des Geschäftsführers der Arge, in der sich 150 Besitzer von Wasserkraftwerken zusammengeschlossen haben, ließen sich alle Interessen vereinbaren. So stünde ausreichend Wasser für den Betrieb eines Wasserkraftwerks und einer Fischtreppe zur Verfügung. Das vorgesehene, verglaste Turbinenhaus auf den Gewölben könnte sich zu einer touristischen Attraktion entwickeln.Nach Auffassung der Arge sei die Schwentinemündung ein idealer Kraftwerksstandort, zumal die früheren, 1914 für die damalige Baltische Mühle gebauten Turbinen noch heute in den historischen Segmentbogengewölben vorhanden sind und genutzt werden könnten. Der Strom dieses Kraftwerks soll von den drei Turbinen, die bis zur Zerstörung im April 1945 zur Holsatiamühle gehörten, erzeugt werden. Die Arge geht davon aus, dass die in den mittleren Gewölbekammern eingeschlossenen Turbinen brauchbar sind und komplett aufgebaut werden können. Erzeugt werden könnte eine Leistung von 640000 Kilowattstunden (kWh) Strom pro Jahr. Das entspräche einem Verbrauch von 200 Haushalten. Dazu würden 60 Tonnen Kohlendioxid (CO2) eingespart. Die Baukosten bezifferte der Experte mit 680000 Euro. Dem gegenüber stünden Stromerlöse von jährlich ungefähr 58000 Euro.

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