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Kiel Internet, Kartoffelchips und Ruhe für Seeleute
Kiel Internet, Kartoffelchips und Ruhe für Seeleute
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20:00 02.07.2014
Von Frank Behling
Einweihung der Seafarers’ Lounge: Jochen Hinz, Kiels OB Ulf Kämpfer, Dirk Scheelje, Diakon Rudi Saß, Hamani Amadou (ITF) und Staatssekretär Frank Nägele (von links). Quelle: Frank Behling
Kiel

„Ich bedanke mich im Namen meiner Besatzung dafür, dass es diese Möglichkeit jetzt in Kiel gibt“, sagte Kapitän Dimitris S. Papatsatsis, Kapitän der „Mein Schiff 1“. Der 1969 in Hamburg geborene Kapitän weiß, was Seeleute brauchen. „Erholung und Ruhe für Gespräche. Für uns ist das Wohl der Seeleute heilig“, sagte Hamani Amadou von der Internationalen Transportarbeiter Gewerkschaft (ITF), die den Bau mitfinanziert hat. Die Kosten für die Lounge betrugen 400000 Euro. Die ITF, das Land und der Seehafen Kiel bezahlten den Bau. Den größten Teil überbrachte gestern mit 304211,84 Euro der Kieler Verkehrsstaatssekretär Frank Nägele.

 An der Realisierung hat die Kieler Seemannsmission fast drei Jahre gearbeitet. „Der Erfolg ist auch dem unermüdlichen Einsatz unseres Seemannsdiakons Rudi Saß zu verdanken. Er hat nie locker gelassen“, würdigte Jochen Hinz, Vorsitzender der Deutschen Seemannsmission Kiel. Hinz wies dabei genauso wie Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer und Seehafen-Aufsichtsrat Dirk Scheelje auf die Bedeutung der Einrichtung für die Seeleute hin. Der rote Bau wurde vom Kieler Architekten Ralf Dieter Ladwig entworfen, der mit den Schrägen an der Außenfassade besondere Akzente setzte. „Das sorgt für die maritime Note“, so Ladwig.

 Der Shop ist während der Liegezeit von Kreuzfahrtschiffen geöffnet. Besonders nachgefragt seien Telefonkarten sowie der Internetzugang. Außerdem hat der Shop asiatische Köstlichkeiten. „Die Nachfrage nach Chips ist bei den Seeleuten besonders groß“, sagt Eberhard Kiersch vom Betreuerteam. Ganze Regale mit Süßigkeiten und Chips warten im Shop der Seafarers’ Lounge auf Kunden. „Besonders beliebt ist diese Marke hier“, sagt Betreuerin Juliet Benecke und zieht eine Tüte „Nova Country Cheddar Multigrain Crackers“ aus dem Regal. Die von den Philippinen stammenden Cracker sind der Renner. „So etwas gibt es an Bord selten. Da freuen sie sich, wenn sie es hier bei uns zu günstigen Preisen kaufen können“, berichtet die Betreuerin.