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Kiel Landstrom ist immer noch nicht in Sicht
Kiel Landstrom ist immer noch nicht in Sicht
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18:56 28.07.2015
Von Frank Behling
Die Reederei Aida setzt in Hamburg auf eine mobile Stromanlage mit Gasmotoren – im Bild der Kabelteil an Land. Quelle: Frank Behling
Kiel

Bei den Wettbewerbshütern der EU liegt der Antrag aus Kiel seit dem Frühjahr zur Prüfung. „Erst wenn die Notifizierung da ist, können wir auch loslegen“, sagt Hafensprecher Ulf Jahnke.

Geplant und vorbereitet ist in Kiel aber alles. Seit 2012 haben die „Color Magic“ und die „Color Fantasy“ Landstromanschlüsse an ihrer Steuerbordseite. Die Anlagen hat die Reederei für über zwei Millionen Euro installieren lassen. In Oslo wurde 2012 auch ein Landanschluss am Fährterminal eingeweiht. Begünstigt durch die niedrigen Strompreise lohnt sich für die Reederei in Oslo auch der Bezug des aus Wasserkraft erzeugten Landstroms während der Liegezeit. In Deutschland ist der Strom teurer, doch immerhin scheint mittlerweile eine Ausnahme von bestimmten staatlichen Zusatzkosten möglich. sind mittlerweile Die Realisierung der Land-Anlage erfolgte in Oslo als Gemeinschaftsprojekt des Hafenbetreibers, der Stadt Oslo, des Netzbetreibers und des Stromkonzerns.

 In Kiel wird das frühestens Anfang nächsten Jahres der Fall sein. Wann die Genehmigung aus Brüssel da ist, kann aber noch niemand sagen. Die Kosten für die Anlage am Norwegenkai sollen sich auf etwa 1,2 Millionen Euro summieren. Ob langfristig Landstrom überhaupt Zukunft hat, ist derweil wieder in Frage gestellt. In Hamburg ist seit einem Jahr ebenfalls eine Landstromanlage am Kreuzfahrtterminal Altona in Bau. Ob sie von Schiffen genutzt wird, ist aber offen. Die Reederei Aida hat zusammen mit der Firma Becker Marine in Hamburg ein mobiles System in Betrieb genommen. In diesem Jahr wird das Kreuzfahrtschiff „Aidasol“ in Hamburg durch die mit Gasmotoren von Caterpillar ausgestattete Barge „Hummel“ versorgt. Die weiße Barge – ein Ponton – hat fünf Motoren, die mit Erdgas betrieben werden und die bis zu 7,5 Megawatt an Leistung erzeugen können. Alle seit 2007 gebauten Aida-Schiffe sind für den Anschluss an diese Barge vorbereitet – darunter auch die von Kiel aus eingesetzte „Aidaluna“. „Das System erlaubt uns ein hohes Maß an Flexibilität. Das können wir uns auch in anderen Häfen vorstellen“, sagte jetzt Aida-Umweltdirektorin Monika Griefahn. Konkrete Planungen mit Kiel gebe es gegenwärtig aber noch nicht, hieß es.

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