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Kiel „Gorch Fock“ soll noch 15 Jahre weitersegeln
Kiel „Gorch Fock“ soll noch 15 Jahre weitersegeln
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21:53 25.01.2017
Von Frank Behling
Kann wohl weitersegeln: Die Bundesregierung wird sich offenbar vorerst zur "Gorch Fock" bekennen. Quelle: Uwe Paesler (Archiv)
Kiel

Es fehle noch der „grüne Haken“, erklärte der CDU-Bundestagsabgeordnete Ingo Gädechens, der am Dienstagabend aber vor verfrühtem Jubel warnte. „Die Entscheidung der Ministerin ist noch nicht gefallen. Sie hat das letzte Wort.“ Nach deutlich gestiegenen Reparaturkosten von heute 35 Millionen Euro war über eine Stilllegung des Schiffes und einen Neubau diskutiert worden.

In Schleswig-Holstein haben diese Spekulationen um eine Stilllegung des traditionsreichen Seglers viele Menschen aufgeschreckt. Im Vorfeld der Entscheidung hat sich eine breite Allianz aus Politik, Marine und Gesellschaft gebildet, die sich für die Reparatur der „Gorch Fock“ stark macht. Das Segelschulschiff sei „ein Teil der Kieler Identität“, erklärte Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer. „Ich bin froh, wenn der Spuk nun hoffentlich bald vorbei ist.“

Landtagspräsident Klaus Schlie hob die Bedeutung der „Gorch Fock“ hervor, die das Patenschiff des Landtags ist. Sie sei eines der „traditionsreichsten Schiffe Deutschlands“. Vizeadmiral a.D. Hans Joachim Stricker erklärte, die „Gorch Fock“ gehöre „zum Hafenpanorama, auch wenn sie nicht mehr an der Blücherbrücke liegt“. Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Hans-Peter Bartels, hatte sich bereits am Dienstag für das Schulschiff ausgesprochen. Es sei „ein Symbol, ein Wahrzeichen“ der Marine.

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Die „Gorch Fock“ soll allen Unkenrufen zum Trotz instandgesetzt und noch bis 2032 als Segelschulschiff der Marine genutzt werden. Erst danach soll sie ein Neubau ersetzen. So steht es in einer Vorlage, über die Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Donnerstag endgültig entscheiden will.

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