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Kiel Neue Verzögerungen bei der "Gorch Fock"
Kiel Neue Verzögerungen bei der "Gorch Fock"
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08:00 13.11.2018
Von Frank Behling
Die "Gorch Fock" liegt weiter verhüllt im Dock einer Werft in Bremerhaven. Nur der Klüverbaum ist sichtbar. Quelle: Frank Behling
Kiel

Nach KN-Informationen sind die Arbeiten im Laufe des Sommers erneut aus dem Ruder gelaufen. Einblicke in den Stand der Sanierung gewährt die Bundeswehr ebenfalls nicht. Die Akte „Gorch Fock“ bleibt geheim. Besuche an Bord sind verboten.

Kein Besuch zur Kieler Woche

„Es deutet sich an, dass es bei der Instandsetzung der ,Gorch Fock’ erneut zu Verzögerungen kommt“, bestätigte ein Sprecher der Marine am Montag lediglich. Der Einbau der drei neuen Masten war eigentlich für den Sommer geplant, musste dann aber verschoben werden. Für November war das Ausdocken angesetzt – verschoben. Wann die „Gorch Fock“ wieder segeln wird, ist nicht absehbar.

Noch im März hatte das Ministerium verkündet: „Das Schiff wird der Marine im ersten Halbjahr 2019 wieder zur Verfügung stehen. Bis dahin dauert die Generalüberholung der ,Gorch Fock’ an.“ Zunächst war von zehn Millionen Euro ausgegangen worden, danach gab es 2016 eine Steigerung auf 70 Millionen und 2018 schließlich auf 135 Millionen Euro. Der Bund der Steuerzahler hatte zuvor bereits die mangelnde Transparenz der Marine bei diesem Thema scharf kritisiert.

Kostenrahmen soll eingehalten werden

Auf Nachfrage zu den Kosten gibt sich die Marine jetzt aber noch zuversichtlich, wenn auch vage. „Der gesetzte Kostenrahmen wird eingehalten“, heißt es knapp aus dem Marinekommando. Ein Großteil der 135 Millionen Euro sind bereits verbaut. Die Elsflether Schiffswerft ist der Generalunternehmer für die Sanierung. Sie lässt die Arbeiten in einem Dock in Bremerhaven ausführen.

Noch im Juni war Kommandant Nils Brandt zuversichtlich, dass die „Gorch Fock“ die Windjammerparade der Kieler Woche 2019 anführen wird. Inzwischen hofft die Marine, dass das Schiff vielleicht im Herbst nächsten Jahres irgendwie wieder segelt. Sicher ist das aber nicht.

Die niederländische Marine setzt für die Segelausbildung ihrer 117 Offizieranwärter auf ein norwegisches Segelschulschiff. Ob die in diesem Jahr eingestellten deutschen Offizieranwärter im nächsten Jahr ihre seemännische Grundausbildung auf einem Großsegler erhalten, ist unklar.

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