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Kiel Seit 50 Jahren die gute Seele im Betrieb
Kiel Seit 50 Jahren die gute Seele im Betrieb
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10:00 28.01.2019
Von Petra Krause
Buchhalterin Anneliese Schweimer feiert am 1. Februar ihr 50-jähriges Dienstjubiläum in der Firma Möbel Rixen. Sie hat sogar noch die Zeit vor den ersten Buchungsmaschinen miterlebt. Quelle: Petra Krause
Kiel-Pries-Friedrichsort

Das Möbelhaus Rixen besteht seit 180 Jahren. 50 davon hat Anneliese Schweimer dort zugebracht – mehr als ihre Chefs. Denn immerhin hat sie unter drei verschiedenen Generationen gearbeitet. Ihr erster Chef war Heinrich Rixen, nach dem auch der Platz am Rande der Friedrichsorter Einkaufsstraße benannt wurde. Bei ihm bewarb sie sich als Buchhalterin auf eine Annonce in den Kieler Nachrichten. „Der Chef schickte mich erstmal zum Steuerberater, der sein Okay gab.“ 

Schnell wurde sie zur rechten Hand des Chefs

Damals hatte das Geschäft schon seinen ursprünglichen Standort in Dänischenhagen aufgegeben und war nach Friedrichsort in die Straße An der Schanze 40 umgezogen. Heinrich Rixen verkaufte noch selbstgefertigte Möbel. Es gab eine eigene Polsterei, Sattlerei und Tischlerei. Nach und nach wurden die Räumlichkeiten zu klein. 1977 zog das Geschäft ins Gewerbegebiet an den Koppelberg. Im selben Jahr verstarb „Opa Rixen“, und sein Sohn Ernst Heinrich Rixen übernahm – eine Zeit noch mit dem Bruder zusammen – die Geschicke des Hauses. 

Unter ihm hätte Anneliese Schweimer 1997 in den Ruhestand gehen können. „Aber er ließ mich nicht gehen“, sagt sie verschmitzt. Längst war sie zur rechten Hand ihres Chefs geworden – 20 Jahre davon als Büroleiterin. „Wenn Sie aufhören, höre ich auch auf“, sagte sie ihm aber deutlich. 

Allerdings verringerte sie ihre Arbeitszeiten. Bis 2000 arbeitete sie drei Tage die Woche, danach nur noch zwei Tage auf Minijob-Basis. Als er 2016 verstarb, übernahm sein Sohn Detlef Rixen, der schon seit 1993 im Betrieb arbeitete, zusammen mit seiner Frau Carola das Möbelgeschäft.

In diesem Jahr soll wirklich Schluss sein

Anneliese Schweimer hat große Veränderungen im Betrieb miterlebt – von der Durchschreibebuchführung mit Blaupapier über die erste Buchungsmaschine bis hin zum hochmodernen Computer. Sie selbst beschreibt die Arbeitsabläufe heute als einfacher. „Damals musste man alles noch auf der Schreibmaschine tippen, und wenn man einen Fehler machte, musste man alles neu schreiben.“

Ihre verschiedenen Chefs beschreibt sie alle als „toll“. „Sonst wäre ich ja nicht 50 Jahre hiergeblieben“, erklärt sie trocken. Dennoch hat sie ihrem jetzigen erklärt, sie wolle in diesem Jahr aufhören. „Meine drei Kinder sagen immer: Nun hör’ doch endlich auf!“, dann hätte die Osdorferin mehr Zeit für ihre sieben Enkel, acht Urenkel und ihren Ehemann, mit dem sie seit 57 Jahren verheiratet ist. „Menschlich entsteht ein Loch“, sagt Detlef Rixen, und seine Frau ergänzt: „Wir haben ja noch etwas Zeit, sie zu bearbeiten und umzustimmen.“ 

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