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Kiel Hier werden Denkblockaden gelöst
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07:07 27.09.2019
Von Oliver Stenzel
Im Hochschulalltag coacht Margitta Dunkel (2.v.re.) Studenten bei der Präsentation ihrer Ergebnisse. Bei der September Academy führte sie die Teilnehmer ihres Mimikresonanz-Workshops, an dem auch Mu-Präsident Arne Zerbst teilnahm, in die Kunst der Gesichtskommunikation ein. Quelle: Oliver Stenzel
Kiel

Unter dem Titel „neu denken, anders handeln – anders denken, neu handeln“ zeigt sich die Muthesius Kunsthochschule noch bis zum Sonnabend als Lern-, Wissens- und Austauschort für jedermann. Schon zum Auftakt der Veranstaltungspremiere ging das Konzept bestens auf.

Jeder kann mitmachen

Schlendert man am Mittwochmittag über den Campus der Muthesius Kunsthochschule, wirkt das dortige Leben ganz normal. Ein paar Studenten bewegen sich in Richtung Mittagspause, andere chillen in der Sonne neben dem Kesselhaus. Dessen Türen stehen an diesem Tag in mehrfacher Hinsicht weit offen. Denn zum Auftakt der ersten „September Academy“ der Hochschule braucht man keine Immatrikulationsbescheinigung. Ganz im Gegenteil: Unter dem Titel „neu denken, anders handeln – anders denken, neu handeln“ wird die Hochschule vier Tage lang zum Lern-, Wissens- und Austauschort für jedermann. Konzeptioniert vom Team des Muthesius Transferparks, bietet sie ganztägig ein öffentliches Programm, in dem sie ihre Kompetenzen mit der Gesellschaft teilt.

Academy will Fragen beantworten

Man wolle die Besucher der Academy einladen, außerhalb der Routinen ihrer Organisationen anders zu denken, konstatiert Inge Schröder, die wissenschaftliche Leiterin des Transferparks, zur Eröffnung der Akademietage im Kesselhaus. Arne Zerbst geht noch einen Schritt weiter: „Wir wollen nicht nur ein Ort für Kunst und Design, sondern auch für Kultur und intellektuellen Austausch sein – und miteinander über bestimmte Fragestellungen der Gesellschaft reden“, betont der Präsident der Kunsthochschule und ergänzt, dass man dabei womöglich auch Antworten auf die Fragen finden könne, die Politik und Wirtschaft derzeit schuldig bleiben. Um den Besuchern dabei mannigfaltige Anknüpfungspunkte zu bieten habe man das Programm bewusst vielgestaltig entworfen, berichtet Susanne Kollmann, die im Transferpark als Koordinatorin arbeitet. So mündet der mit Impulsvorträgen und Diskussionen gefüllte Vormittag beispielsweise auch einmal in eine „Stretch and Relax“-Einheit, sodass Geist und Körper zusammenfinden.

Viele Teilnehmer bei den Workshops

Der Nachmittag wird dann vor allem durch Workshops bestimmt, für die sich bereits über hundert Teilnehmer angemeldet haben. Tatsächlich machen die reizvollen Angebote die Wahl am Mittwoch schwierig: Will man dem Zusammenspiel von Bewusstsein und Unterbewusstsein bei kreativen Prozessen auf die Spur kommen? Durch ein Emotionscoaching Blockaden lösen? Oder erfahren, wie Mimikresonanz erfolgreiche Kommunikation ermöglicht? Dass einem bei letzterem Workshop im Zeichensaal Arne Zerbst erneut und nun in der Rolle des Teilnehmers begegnet, darf man als Zeichen für eine gute Wahl werten. Im Hochschulalltag verhilft Leiterin Margitta Dunkel den Mu-Studenten mit Präsentationstraining zu mehr Erfolg. Jetzt teilt sie für die Aufwärmübung Frage-Kärtchen aus: Auf ihrer Basis sollen die Teilnehmer zeigen, welche Emotionen sie zu welchem Gesichtsausdruck animieren. 

Das Gesicht hat ein Wörtchen mitzureden

Dass man bei einer Überraschung die Augen aufreißt, ist allgemein bekannt. Dass sich Geringschätzung oft über einen zur Seite geschobenen Mundwinkel vermittelt, ist dagegen ein Novum. Sich über solche Zusammenhänge klarzuwerden, könne in vielen Zusammenhängen nützlich sein, betont Dunkel und berichtet, dass ihr Mimikresonanz-Ausbilder sogar den Ausgang der Bachelorette-Sendung zuverlässig voraussagen könne. Denn egal, was man in seinem Arbeits- oder auch Privatleben kommunizieren will: Das Gesicht hat immer ein Wörtchen mitzureden.

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