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Kiel "Der erste Vorfall dieser Art"
Kiel "Der erste Vorfall dieser Art"
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14:00 27.02.2016
Von Gunda Meyer
Sophie Dukat, Centermanagerin des Sophienhofs in Kiel: "Wir setzen alles daran, dass die Menschen sich bei uns sicher fühlen." Quelle: Thomas Eisenkrätzer
Kiel

Frau Dukat, wie fühlen Sie sich einen Tag nach den Geschehnissen?

Wir bedauern den Vorfall zutiefst. Wir sind ein Treffpunkt in Kiel und wenn dann so etwas passiert, macht mich das sehr traurig.

Haben Sie Angst, wenn Sie abends den Sophienhof verlassen?

Nein, ich fühle mich nicht unsicher. Das habe ich aber auch schon vor dem Vorfall nicht. Wir haben viel Sicherheitspersonal und von den 120 Mietern sind auch immer noch genügend unterwegs.

Seit wann ist der Sophienhof ein Treffpunkt für solche Männergruppen?

Der Sophienhof ist schon immer ein Treffpunkt für Jung und Alt, Groß und Klein. Ein genaues Startdatum kenne ich nicht, aber wir haben die Sicherheitsvorkehrungen bereits vor einigen Wochen verschärft. Generell ist im Sophienhof jeder willkommen, solange dieser sich an unsere Hausordnung hält.

Musste der Sicherheitsdienst vorab schon einmal wegen solcher Aktionen gerufen werden?

Nein, das ist der erste Vorfall dieser Art. Und unser Sicherheitsteam hat vorbildlich gearbeitet.

Warum hat der Sicherheitsdienst den Vorfall nicht schneller entdeckt?

Vielleicht waren die Mitarbeiter gerade am anderen Ende des Centers. Sicher ist aber, dass unser Sicherheitskonzept funktioniert hat: Die Mieter haben schnell reagiert und unsere alarmierten Sicherheitskräfte waren schon vor der Polizei da.

Wie hat der Sicherheitsdienst vor den Belästigungen gearbeitet und was haben Sie seitdem geändert?

Ursprünglich ist eine Dreiergruppe an Sicherheitskräften durch das Center patroulliert. Seit circa zwei Wochen haben wir das Team um eine Person verstärkt und seitdem zwei Zweiergruppen losgeschickt, um eine größere Fläche abzudecken. Jetzt soll in der kommenden Woche noch eine weitere Sicherheitskraft eingesetzt werden.

Wie lange soll das neue Sicherheitskonzept angewendet werden?

Es ist längerfristig angelegt, wir nehmen den Vorfall sehr ernst.

Sind weitere Maßnahmen außer der Aufstockung des Sicherheitspersonals geplant?

Es gibt Überlegungen, ja. Wir sind darüber gerade im engen Austausch mit der Polizei. Konkrete Maßnahmen gibt es aber noch nicht.

Sollen die Mieter stärker für solche Situationen sensibilisiert werden?

Die Erfahrung hat gezeigt, dass unsere Mieter ein gutes Gespür haben und bei unsicheren Situationen sofort Alarm schlagen. Da kann man eigentlich kaum etwas verbessern.

Wie sieht die Zusammenarbeit mit der Polizei aus?

Am Freitag waren etwa 15 Polizisten zusätzlich zu unseren Sicherheitskräften vor Ort und auch am Sonnabend wird die Polizei im Center sein. Die Zusammenarbeit ist sehr eng.

Haben Sie einen Kundenrückgang festgestellt?

Ja, am Freitag waren es weniger Besucher, die Menschen sind durch die Schlagzeilen verunsichert. Aber wir setzen alles daran, dass die Menschen sich bei uns sicher fühlen.

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