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Kiel Stadt Kiel will kein Vermieter mehr sein
Kiel Stadt Kiel will kein Vermieter mehr sein
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10:06 25.04.2018
Von Jürgen Küppers
Die Idylle trügt: Denn es ist völlig unklar, wer künftig als Vermieter der Alten Mu am Lorentzdendamm fungiert. Ein Wechsel könnte Planung und Finanzierung eines kreativen Dorfes verzögern und verteuern. Quelle: Sven Janssen
Kiel - Damperhof

Unsicherheit herrscht derzeit nicht nur an der Alten Mu. Die offene Frage, wie es nach Auslaufen des Untermietvertrages im Oktober dieses Jahres weitergehen kann, führt auch zu Streit zwischen den Ratsfraktionen.

CDU- und FDP-Ratsfraktionen pochen auf sofortige Verlängerung des Mietvertrages um längstens drei Jahre, um das 35 Millionen Euro schwere Großprojekt mit neuen Wohnungen sowie Werkstätten auf Genossenschaftsbasis nicht zu gefährden.

SPD und Grüne wollen zwar auch eine zeitnahe Lösung und Planungssicherheit für den Verein. Panikmache oder voreilige Diskussionen würden aber nicht weiterhelfen. Die Ratsversammlung werde sich mit dem Thema erst nach Abschluss der Verhandlungen von Stadt und Land beschäftigen.

Vermieterwechsel könnte alles noch viel teurer machen

Hintergrund: Im Herbst dieses Jahres endet die Nutzungsvereinbarung des Vereins mit der Stadt, die den im Impulswerk zusammengeschlossenen 60 Initiativen und Kleinunternehmen die Immobilie für eine vergleichsweise preiswerte Zwischennutzung überlassen hatte. 

Sollte dann wieder das Land und seine Immobiliengesellschaft GMSH zuständig sein, befürchtet der Verein, dass sein Bauprojekt eines kreativen Dorfes deutlich teurer und länger dauern wird.

Land zeigt sich "zuversichtlich"

Auf Nachfrage bestätigt Stadtsprecherin Annette Wiese-Krukowska zwar Verhandlungen mit dem Land, wer bis Ende 2019 für die Alte Mu zuständig ist. Auch wenn es dazu noch keine konkreten Ergebnisse gebe, stehe eines zumindest fest: „Bis zum Auslaufen des Untermietvertrages im Oktober diesen Jahres bleibt alles, wie es ist.“

Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) zeigte sich auf Nachfrage „zuversichtlich“, zu einer für beide Seiten tragfähigen Lösung zu kommen. Nach der von der Stadt angekündigten Auflösung des Nutzungsvertrages arbeite das Land „intensiv“ an einem „verlässlichen rechtlichen Rahmen“ für die Übergangszeit.

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