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Kiel Jetzt kann es endlich losgehen
Kiel Jetzt kann es endlich losgehen
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18:46 14.05.2018
Von Christin Jahns
Foto: Halten gemeinsam die Fackel der Spiele: Michaela Harder (Schleswiger Werkstätten), Marcel Widdemann (Schleswiger Werkstätten), Ulf Kämpfer, Pierre Petersen und Silke Schack (LTV Kiel Ost) (v.l.n.r.).
Halten gemeinsam die Fackel der Spiele: Michaela Harder (Schleswiger Werkstätten), Marcel Widdemann (Schleswiger Werkstätten), Ulf Kämpfer, Pierre Petersen und Silke Schack (LTV Kiel Ost) (v.l.n.r.). Quelle: Thomas Eisenkrätzer
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Kiel

"Es ist alles bereit, jetzt müssen wir es nur noch durchziehen", kommentierte Oberbürgermeister Ulf Kämpfer den Beginn der Special Olympics in Kiel. Knapp eineinhalb Jahre haben Vertreter aus Verwaltung und dem Special-Olympics-Komitee an dem Großevent geplant.

Mehr als nur Sport

"Was ich jetzt schon versprechen kann: Spannung und Emotionen. Es ist ein großer Tag für die Special Olympics", sagte Brigitte Lehnert, erste Vizepräsidentin der Special Olympics Deutschland. Sie sieht die Spiele als Test für die Bewerbung um die Weltspiele in Berlin 2023. Mark Solomeyer, Athletensprecher und Vizepräsident der Special Olympics Deutschland fühlt sich in Kiel gut aufgehoben: "Wichtig ist, dass wir das Herz hier spüren. Man kommt hier an und fühlt sich aufgenommen. Das wollen wir zurückgeben".

Die Stadt will mit Angeboten, die nicht im direkten Zusammenhang mit den Special Olympics stehen, auch Besucher locken, die nur zufällig über die Veranstaltungen stolpern: In der Nikolaikirche wird die Wanderausstellung "echt mein Recht" über Selbstbestimmung und Schutz vor sexualisierter Gewalt für Menschen mit Lernschwierigkeiten gezeigt. "So kommen auch Menschen mit dem Thema in Berührung, die sich nicht explizit für die Special Olympics interessieren", erklärte Kämpfer.

Wettkämpfe mit Nachhaltigkeit

Natürlich sind die Special Olympics, wie die regulären Olympischen Spiele, in erster Linie sportliche Wettkämpfe, doch der Olympische Gedanke "Dabeisein ist alles" ist hier noch ausgeprägter. Getreu dem Motto "Ich will gewinnen! Doch wenn ich nicht gewinnen kann, so will ich mutig mein Bestes geben!" werden nicht nur die ersten drei Gewinner mit Medaillen bedacht, sondern auch die Plätze vier bis acht geehrt. Sie bekommen ein Siegerband mit einem Abzeichen verliehen.

Das Ziel der Special Olympics ist, Menschen mit geistiger Behinderung zu mehr Anerkennung, Selbstbewusstsein und Teilhabe an der Gesellschaft zu verhelfen. So sollen die Spiele nachhaltig das Leben der Sportler verändern und den inklusiven Gedanken in die Gesellschaft tragen.

An den Special Olympics nehmen Sportler mit geistiger und mehrfacher Behinderung teil. Die Paralympics bieten im Gegegsatz dazu Sportlern mit körperlichen Behinderungen eine Wettkampfplattform.

Von Christin Jahns und Frida Kammerer

14.05.2018
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