Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Kiel Fahrgast-Beschwerden häufen sich
Kiel Fahrgast-Beschwerden häufen sich
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:00 20.06.2018
Von Jürgen Küppers
Ab dem späten Nachmittag geht auch am Sophienblatt so gut wie nichts mehr: Autos und KVG-Busse blockieren sich wegen Baustellen und Straßensperren gegenseitig. Doch die KVG sieht keine Möglichkeiten, die daraus resultierenden Verzögerungen zu vermeiden. Quelle: Frank Peter
Anzeige
Kiel

Besonders gravierend wirkt sich die Sperrung der Holstenbrücke aufgrund der Arbeiten am Holstenfleet aus. „Deshalb müssen zwei Drittel unserer Buslinien am Wasser entlangfahren“, erklärt KVG-Sprecherin Andrea Kobarg. Eine schnellere Alternative gebe es nicht.

Doch auf dieser Strecke am Wasser kommen die Busse aufgrund der Baustellen und Sperrungen nur schwer voran. Aufgrund der Staus dort kann es laut KVG-Sprecherin „sporadisch“ zu Verspätungen kommen. Der reguläre Fahrplan sei insbesondere in den Nachmittags- und Abendstunden nur sehr schwer zu halten.

Anzeige

Reguläre Abfahrtszeiten gelten nicht mehr

Auf reguläre Fahrplanzeiten verlässt sich Stefanie Schmidt bei ihren Heimfahrten vom Dienst in der Uni-Klinik zur Saarbrückenstraße in den Kieler-Woche-Tagen längst nicht mehr. Rund 45 Minuten brauche sie jetzt für die Strecke.

Doch die Verspätung allein ist nicht das einzige, was sie ärgert: „Viel schlimmer ist, dass die Fahrer sehr schnell fahren, um die Verspätung aufzuholen. Umso stärker sind dann die Bremsmanöver. Auf alte Menschen wird da überhaupt keine Rücksicht genommen.“

Leere Busse fahren an vollen Haltestellen vorbei

Zornige Fahrgäste berichten auch von leeren Bussen, die einfach an Haltestellen vorbeifahren würden. Andrea Kobarg bestätigt, „dass auch mal ein Bus leer als Dienstfahrt an wartenden Menschen vorbeirauschen mag“. Ihre Begründung dafür: Zum Teil müssten KVG-Fahrzeuge schnell zu anderen Einsatzorten wechseln, um sie wieder in den regulären Fahrplan zu bringen sowie den Fahrern ihre gesetzlich vorgeschriebenen Ruhepausen gewähren zu können.

Aus Sicht des KVG-Betriebsleiters Thomas Mau versuche das Unternehmen nach Kräften, Störungen aufzufangen. So stünden in der Kieler Woche alle verfügbaren Mitarbeiter im Fahrdienst, der Funkleitstelle oder in der Werkstatt zur Verfügung, um „prekären Situationen“ entgegenzuwirken.

Christin Jahns 20.06.2018
Sonja Paar 19.06.2018
Niklas Wieczorek 19.06.2018