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Kiel Kinder bauen große Indianerwelt
Kiel Kinder bauen große Indianerwelt
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19:21 16.05.2014
Von Kathrin Mansfeld
Foto: "Die Kinder des Manitu" erobern die Krusenkoppel: Rotraud Apetz (links, Leiterin vhs-Kunstschule und Spiellinie) und Maike Wiechmann (rechts, Spiellinie-Team) bei der Präsentation des Kieler Woche Programms 2014.
 "Die Kinder des Manitu" erobern die Krusenkoppel: Rotraud Apetz (links, Leiterin vhs-Kunstschule und Spiellinie) und Maike Wiechmann (rechts, Spiellinie-Team) bei der Präsentation des Kieler Woche Programms 2014. Quelle: Nawe
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Kiel

Es wird wieder lebendig auf der Krusenkoppel: Neun Tage lang herrscht auf dem 57000 Quadratmeter großen Gelände gegenüber dem Kieler Landeshaus ein fröhlicher Ausnahmezustand. Zwischen Flüssen, Kakteen und Totemtieren können die Kinder auch in diesem Jahr ihrer Kreativität beim Malen, Basteln, Toben und Spielen freien Lauf lassen. Die unterschiedlichen Workshops reichen von der Farb- und Nähwerkstatt über Matschen und Malen bis hin zum Papierschöpfen oder Fährten suchen.

Nach dem Vorbild der Olympischen Spielstraße wurde die Spiellinie im Jahr 1974 auf der Kieler Woche eingerichtet. Seitdem bietet sie den jüngsten Gästen ein abwechslungsreiches und farbenfrohes Programm. Mittlerweile ist sie zum größten Kinder-Kultur-Angebot Deutschlands unter freiem Himmel geworden – ein engagiertes Team bereitet die einzelnen Mottos Jahr für Jahr mit viel Liebe zum Detail vor.

„Die Besucher finden in diesem Jahr alles, was man mit der indianischen Welt verbindet“, erklärt Rotraud Apetz, Leiterin der VHS-Kunstschule und der Spiellinie. Es beginnt mit dem „Büffel-Clan“: Die Kinder können hier Ponys oder Büffel reiten, Tipis erkunden oder Traumfänger knüpfen, um sich vor bösen Geistern zu schützen. Matschig geht es dann bei der nächsten Station weiter – der Lehmgrube. Von dort aus sieht man schon hoch oben auf dem Hügel den Totempfahl mit Donnervogel. Ein riesiger Wasserfall stürzt hier aus Stoff und Folie in die „Schlucht der wilden Wasser“. Zwischendrin findet sich Häuptling Starke Stimme, der den Kindern Indiandermärchen erzählt, und auch das Kasperle im Wald nimmt die Kinder mit auf eine Reise durch indianische Erzählungen. Danach kann auf dem „Pfad der Träume“ zu dem „Berg der Tipis“ gewandert werden. Beim Kanubau sollten die Kinder ihren Hammer nicht vergessen. Wer noch mehr von der Winnetou-Welt erfahren möchte, kann anschließend bei den „schleichenden Füchsen“ das Fährtenlesen lernen. Auch Mójkon, das Zauberpferd, sorgt für eine große Überraschung. Das Programm wird durch tägliche Konzerte auf der Kinderbühne ergänzt. Den Startschuss gibt am Sonnabend, 21. Juni, um 15 Uhr Matthias Meyer-Göllner mit seiner Zappelbande. Am Montag, 23. Juni, lockt um 16 Uhr das fünfte ABK-Kinderlieder-Mitmachfestival.

Nach einem aufregenden Tag auf der Spiellinie können die Erwachsenen dann zu den Klängen des Kieler-Woche-Festivals „gewaltig leise“auf der Freilichtbühne entspannen. Für den Auftakt mit Gustav Peter Wöhler am Sonnabend, 21. Juni, um 20.30 Uhr sind nur noch Restkarten verfügbar, erklärt Andreas Weber, Technischer Leiter der Spiellinie und Organisator des „gewaltig leise“-Festivals. Nach der Absage der Band „Gleis 8“ sei alternativ ein Kieler Bandabend mit „Tequila & the Sunrise Gang“, „Herr Bösel“ und „Sexto Sol“ geplant. Auch das deutsche Elektropop-Duo „2raumwohnung“ gibt sich am Sonntag, 22. Juni, um 20.30 Uhr die Ehre.

Kiels Kulturdezernent Wolfgang Röttgers ist zufrieden. „Wir sind froh, dass wir die Spiellinie kostenlos anbieten können“, sagt er. Bleibt die Hoffnung auf gutes Wetter. „Zur Not muss der Manitu auf dem Tanzplatz selig gestimmt werden“, sagt Rotraud Apetz augenzwinkernd.

Materialspenden für die Spiellinie wie Wolle, Steine, Muscheln oder Stoffe werden gerne noch an den Infotresen der Stadtgalerie entgegengenommen.