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Kiel Stadt bietet Land Gelände für Flüchtlinge an
Kiel Stadt bietet Land Gelände für Flüchtlinge an
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20:39 26.06.2015
Von Jürgen Küppers
Für die vorläufige Unterbringung von mehreren hundert neuen Flüchtlingen will die Stadt Kiel dem Land eine Fläche anbieten, auf der bisher Sportvereine trainieren. Quelle: dpa
Kiel

Kiel plant bereits eine Einrichtung am Bremerskamp in der Nähe der Universität. Bis die Gebäude im Herbst 2016 fertig sind, könnten die Flüchtlinge übergangsweise auf der neuen Fläche unterkommen.

Wie berichtet, hatte sich die Kieler Stadtverwaltung lange schwer getan, sich auf einen Standort für eine provisorische Unterkunft festzulegen. Am Freitag „freute“ sich Kiels Sozialdezernent Gerwin Stöcken, „nach vielen Gesprächen und intensiven Standortprüfungen“ dem Land nun eine Fläche anbieten zu können. Diese werde derzeit noch zu Trainingszwecken von Sportvereinen verwendet, die aber übergangsweise auf das Nordmarksportfeld ausweichen könnten. „Wenn die Gebäude am Bremerskamp fertig gestellt sind, erhalten die Sportvereine ihre Flächen wieder zurück“, versprach Stöcken.

Der Sozialdezernent freute sich, dass die Landeshauptstadt zu einer „guten Unterbringung“ der Flüchtlinge beitragen könne. Schleswig-Holstein und Kiel seien in der Pflicht, Schutz suchenden Menschen zu helfen: „Niemand verlässt seine Heimat freiwillig. Das Areal für die Übergangslösung ist bestens geeignet, um Nachbarschaften entstehen zu lassen.“

Die Lübecker Bürgerschaft hatte am Donnerstagabend gegen den Verkauf eines Grundstücks im Bornkamp für eine Erstaufnahmeeinrichtung mit 600 Plätzen gestimmt. Nur die SPD-Fraktion stimmte dafür, CDU, FDP, Linke, Bürger für Lübeck und die Piraten lehnten ab, die Grünen enthielten sich. Die Entscheidung löste in der Landespolitik scharfe Kritik aus. Für die Grünen-Fraktionschefin im Landtag, Eka von Kalben, ist die Enthaltung ihrer Lübecker Parteifreunde „nur schwer auszuhalten.“ Von Kalben: „Ich bin enttäuscht, dass es nicht gelungen ist, die Lübecker Bürgerschaft zu überzeugen, dass wir dringend eine weitere Erstaufnahmeeinrichtung benötigen.“

Noch schärfer formulierte SPD-Landeschef Ralf Stegner, der per Twitter mitteilte: „Mit der Entscheidung hat die Mehrheit das Ansehen der Stadt Willy Brandts beschädigt.“ Innenminister Stefan Studt (SPD) erklärte: „Das Nein zum Grundstücksverkauf wirft uns um Monate zurück und geht zu Lasten der Menschen, deren Flucht in unserem Land endet.“

Zufrieden zeigte sich hingegen die Bürgerinitiative Bornkamp, die seit Monaten gegen die Pläne des Landes kämpft. „Wir sind erleichtert“, erklärte Sprecher Björn Runge. Die Bewohner seien aber bereit, 200 Flüchtlinge in der Reihenhaussiedlung aufzunehmen.

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