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Kiel Durchbruch auf Marthas Insel
Kiel Durchbruch auf Marthas Insel
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07:02 18.05.2018
So soll der Blick von der Gablenzbrücke in einigen Jahren aussehen. 300 Wohnungen in sieben Gebäuden sollen auf der ehemaligen Krim entstehen. Quelle: moka-Studio, Schnittker Architekten
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Kiel

"Ich freue mich, dass wir nach langen und intensiven Verhandlungen jetzt ein tolles Ergebnis erzielt haben. Das ist ein richtungsweisendes Signal für mehr sozial geförderten Wohnraum in der Stadt", sagt Baudezernentin Doris Grondke, die mit der Big Immobilien GmbH die Verhandlungen geführt hat.

80 Wohnungen auf 5000 Quadratmeter werden sozial geförderter Wohnungsbau

Zwei der sieben Gebäude, die auf dem Gelände am Ende der Marthastraße entstehen sollen, will die Landeshauptstadt nun kaufen und im Rahmen der sozialen Wohnraumförderung des Landes finanzieren, sagt Grondke. Das seien insgesamt gut 5000 Quadratmeter Wohnfläche. In beiden Häusern sollen 80 bis 82 Wohnungen unterschiedlicher Größe gebaut werden. Alle Apartments werden mit Einbauküche und Balkon ausgestattet sein. In den Häusern werde ein Fahrstuhl eingebaut, zwei Wohnungen sollen außerdem rollstuhlgerecht sein.

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"Es war uns wichtig, dass wir bei der Ausstattung keine Abstriche machen", sagt Grondke. Die Ausstattung entspreche modernsten Ansprüchen. "Wir wollen hier Wohnraum für Familien, Alleinstehende und Paare schaffen. Deshalb sind die Wohnungen unterschiedlich groß." Die Hälfte der Wohnungen soll für einen Quadratmeterpreis von 5,95 Euro vermietet werden, die andere Hälfte für 7,30 Euro. Das entspricht dem ersten und zweiten Förderweg der Wohnraumförderung des Landes.

Anwohner hatten Sorge wegen steigender Mieten

Die Big plant, auf der Brache an den Bahnschienen am Ende der Marthastraße rund 300 Wohnungen in sieben Gebäuden zu bauen. 2020 sollen nach derzeitigen Planungen die ersten Mieter einziehen. Vor allem Studenten will die Immobiliengesellschaft mit den Wohnungen in Bahnhofsnähe ansprechen. Doch seit der ersten Vorstellung der Pläne im Sommer des vergangenen Jahres gab es auch Kritik am Bauvorhaben. Denn die Big plante keine Wohnungen für Geringverdiener, 280 Euro für ein sogenanntes Mikro-Appartement mit 21 Quadratmetern erschien vielen für Studenten viel zu teuer. Vor allem unter den Bewohnern der Marthastraße formierte sich Protest gegen die Pläne. Sie befürchteten auch steigende Mieten für ihre eigenen Wohnungen.

Von Anne-Kathrin Steinmetz

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