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Kiel Pläne für Premium-Radroute am Ostufer
Kiel Pläne für Premium-Radroute am Ostufer
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16:36 10.05.2019
Von Karin Jordt
Der Radweg an der Werftstraße ist – wie hier zwischen Franziusallee, Bushaltestelle und Klausdorfer Weg – zum Teil in keinem guten Zustand, sodass mancher Radfahrer auf die Straße wechselt. Die neue Veloroute soll Radeln komfortabler machen. Quelle: Karin Jordt
Kiel

Eine attraktive Fahrrad-Infrastruktur soll Bewegungsmuffel in der Landeshauptstadt dazu motivieren, einen Drahtesel zu nutzen. „Wir konzipieren ein Netz für Kiel“, betonte Stamer, „dabei malen wir nicht nur Linien auf Papier, sondern planen konkret.“ Die Premium-Radroute soll in der Regel vier Meter breit sein und an der Werftstraße auf der Westseite in einzelnen Abschnitten realisiert werden, wobei auch die Option für eine Stadtbahn und notwendige Kanalarbeiten bei den Überlegungen berücksichtigt werden. Als weiterer Anreiz, um auf das Rad zu steigen, wird ein Pilotprojekt starten, bei dem die Fahrgäste ihre Räder kostenlos auf der Schwentinefähre mitnehmen dürfen.

Im August, so der Zeitplan, könnte der Bauausschuss das Thema beraten. Nach der europaweiten Ausschreibung der Straßen- und Entwässerungsplanung könnten im kommenden Jahr Fördermittel beantragt werden, bevor die Bauleistungen etwa im Herbst 2021 vergeben werden und 2022 die Bauarbeiten beginnen. 2025 könnten voraussichtlich Veloroute, Fußwege und Straße fertig sein.

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Velorouten sind Bausteine für grünere Stadt

Die Stadt hat sich mit dem Green City Plan verpflichtet, umweltfreundliche Mobilität zu unterstützen. Ein Baustein dazu sind Velorouten, die das Radeln sicher und angenehm machen. Wer sich auf seinem Drahtesel im Straßenverkehr als Freiwild fühlt, auf rutschigen Buckelpisten durchgerüttelt wird und um parkende Fahrzeuge auf Radwegen Slalom fahren muss, steigt dann oft doch lieber wieder ins eigene Auto. „Unser Ziel ist aber, den Radverkehr zu stärken, in allen Bereichen weniger Energie zu verbrauchen und Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren“, erklärte Klimaschutzmanager Eyke Bittner.

17 Prozent der Kieler nutzen regelmäßig das Rad

In der Landeshauptstadt nutzen durchschnittlich etwa 43 Prozent der Menschen regelmäßig das Auto, zehn Prozent den öffentlichen Nahverkehr und 17 Prozent das Fahrrad, wie Bittner erläuterte. Auf dem Ostufer sind sogar nur elf Prozent häufig mit dem Rad unterwegs, dieser Anteil soll in Zukunft deutlich steigen. Maximilian Hermsen von der Initiative Veloroute Kiel-Ost befürwortete die Planungen. „Wir hätten uns natürlich lieber den großen Wurf vom Bahnhof bis nach Laboe gewünscht“, sagte der passionierte Radfahrer, „aber es ist sicherlich sinnvoll, in Abschnitten zu bauen.“ Hermsen erinnerte daran, auch in der Schönberger Straße für gute Radwege zu sorgen. Der Ortsbeirat stimmte ebenfalls zu, war aber nicht beschlussfähig, weil einige Mitglieder fehlten.

Um Bewegung und attraktive Wohngebiete geht es auch beim Projekt „Aktive Mobilität in städtischen Quartieren“, das mit Bundesmitteln gefördert wird und bis Ende 2020 verlängert wurde, wie Stamer berichtete. Damit können weitere Ideen in Ellerbek und Wellingdorf finanziell unterstützt werden. Geplant sind ein öffentlicher Bücherschrank zum Tauschen von Literatur, ein Flyer mit Bewegungs- und Sportangeboten, eine Fahrradwerkstatt und weitere Aktionen.

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