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Kiel Per App der Kultur auf der Spur
Kiel Per App der Kultur auf der Spur
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21:13 23.11.2016
Von Martina Drexler
Julia Fendler, Jörg Pechau (Mitte) und Wolfgang Röttgers präsentierten die Kulturspuren-App im Rathaus. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

Bereits seit 2013 listet die städtische Webseite unter www.kiel.de/kulturspuren Orte auf, wo Kunst, Kultur und Geschichte der Landeshauptstadt unter neuen Perspektiven erlebt werden können. Die acht „Museen am Meer“ luden zur digitalen Entdeckungsreise vor ausgewählte Exponate, wo Besucher sich über Smartphone und Tabletts Hintergrundwissen abrufen konnten. Das kostenlose Angebot bietet zudem fünf Themenrouten durch die Innenstadt an.

Auch die neue „Kulturspuren-App“, die Kulturdezernent Wolfgang Röttgers, Julia Fendler vom Amt für Kultur und Weiterbildung und Jörg Pechau, Geschäftsführer des Softwareunternehmens I.C.N.H. vorstellten, ist für Nutzer kostenfrei. „Bestimmte Informationen erhalten die Nutzer nur vor Ort“, freut sich Röttgers, „so kann man sich Details der Kulturspuren erlaufen.“ Die für Android und IOS verfügbare App „nimmt uns an die Hand“, ergänzt Fendler und verweist auf die bisherigen Routen der Kulturspuren zu Düsternbrook, zu den Schauplätzen des Matrosenaufstandes und zu zwei Rundgängen über die vielfältigen Verknüpfungen zum Nachbarn Dänemark. Um weiterführende Informationen zu erhalten, müssen die Nutzer sich vor Ort an einem Standort per GPS einloggen. So informieren die Kulturspuren Düsterbrook über die kulturelle Vergangenheit des Stadtteiles, in dem Künstler und Wissenschaftler wie Clara Schumann, Klaus Groth und Hans Geiger wirkten. Vom Wiker Balkon bis zum Platz des Kieler Matrosen am Bahnhof führt die Tour zum Matrosenaufstand. Dazwischen liegen elf Stationen, darunter die Gustav-Garbe-Brücke, die erst Anfang des Monats ihren alten Namen nach dem Arbeiterführer und Schlüsselfigur des Matrosenaufstandes, Gustav Garbe, erhalten hat. Eine weitere wichtige Station ist das Gewerkschaftshaus, in dem 1918 wichtige Entscheidungen fielen, unter anderem die Aufstellung der 14 Kieler Punkte.

Die Arbeit für den elektronischen Führer begann Ende 2015. Sie zeigt auf einen Blick, wie lange die gewählte Tour dauert, ob zu Fuß oder auf dem Fahrrad, zeigt die Karte und die Kilometer zu den verschiedenen Stationen. Über Farbpunkte können sich Nutzer weitere Informationen anschauen. Wer die App einmal geladen hat, hat alle Informationen gespeichert. Nach Angaben der Stadt melden sich pro Monat etwa 100 Nutzer für die ebenfalls von I.C.N.H. entwickelte Museums-App an. Ein guter Schnitt, findet Pechau.

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