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Kiel Friedrichsort entdeckt Wurzeln wieder
Kiel Friedrichsort entdeckt Wurzeln wieder
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10:00 25.01.2018
Von Annette Göder
Die Stadtplaner (v.li.) Bernward Völmicke (Stadt Kiel), Heinz Lochner (Büro Stern), Barbara Westendorf (Stadt Kiel) und Victoria Hoedt (Büro Stern) präsentierten ihre Vorschläge auf einer Karte von Friedrichsort. Quelle: Annette Göder
Kiel - Friedrichsort

Vor drei Jahren hat die Stadt das Büro „Stern – Gesellschaft der behutsamen Stadterneuerung“ beauftragt, vier Bereiche in Augenschein zu nehmen: die ehemalige Festung, Alt-Friedrichsort mit Uferbereich, das Gewerbe- und Industriegebiet sowie den Falckensteiner Strand. Das entstandene „Struktur- und Nutzungskonzept“ hat die Ratsversammlung im Juni vergangenen Jahres abgesegnet.

Die Planungen für den Bereich Alt-Friedrichsort betreffen nicht zuletzt die rund 200 Bewohner dieses Areals. Der Teil, der früher auch Kasernenviertel oder das untere Friedrichsort genannt wurde, ist durch die granitgepflasterte Hauptstraße und eine Reihe von holzverkleideten Gebäuden, darunter die Bethlehemkirche, geprägt. Die Stadtentwickler schlagen eine „denkmalgerechte Instandsetzung der zum Teil historischen Straßen“ vor. „Die Asphaltflicken sollten entfernt werden“, sagte Victoria Hoedt, Mitarbeiterin des Büros. Bernward Völmicke vom Stadtplanungsamt stellte klar: „Die Anwohner müssen dabei keine Beiträge zahlen.“

Historisch bedeutsam sind auch die erhaltenen Teile der Seefestung, die der dänische König Christian IV. 1632 bauen ließ. Sie soll in bestimmten Bereichen rekonstruiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Doch nicht nur historische Punkte haben die Stadtplaner ins Visier genommen. Sie schlagen auch Neubauten vor. So sollte der als provisorisch gedachte Pavillon der Lernwerft einem Neubau weichen. Die Firma Caterpillar habe signalisiert, dass sie die Parkplätze vor Eingang 6 verkaufen könnte, informierte Heinz Lochner, Geschäftsführer des Berliner Planungsbüros. „Wohnbebauung ist hier nicht möglich, aber eine zweigeschossige, gewerbliche Nutzung, zum Beispiel durch Büros.“ Geht es nach den Planern, könnten außerdem zwei neue Zugänge zum Strand entstehen.

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