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Kiel Unbehagen im Ortsbeirat
Kiel Unbehagen im Ortsbeirat
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21:33 18.01.2017
Von Anne Steinmetz
Rund um die Sparkassen-Arena ist die Parkplatznot schon jetzt groß, findet der Ortsbeirat Mitte. Durch den geplanten Hotelbau, so fürchten die Stadtteilpolitiker, wird sich die Situation noch verschärfen. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
Vorstadt

 „Wir als Ortsbeirat hatten es bei der letzten Vorstellung der Pläne so verstanden, dass zur Debatte steht, ob eine Tiefgarage oder ein Parkhaus gebaut wird. Da hatten wir uns klar gegen ein Parkhaus ausgesprochen“, sagte Max Dregelies (SPD). Dass jetzt aber geplant sei, lediglich 80 Stellplätze neben das Hotel zu bauen, sei keine Option. Auch seine Parteikollegin Jasmin Bauer betonte, dass die Parkplatzsituation gerade bei THW-Spielen bereits jetzt problematisch sei. Durch den Bau des Hotels werde sich das nur verschärfen: „Eine Tiefgarage wäre sicherlich für alle das Beste.“

 Zuvor hatte der Oberbürgermeister erklärt, dass bei THW-Spielen die Betreiber der Sparkassen-Arena die von ihnen benötigten VIP-Parkplätze in der anliegenden städtischen Tiefgarage am Europaplatz anmieten werden. „Der Hotel-Investor braucht kein Parkhaus. Er kommt mit den Parkplätzen gut klar“, so der OB.

 Hier hakte Dregelies erneut ein und stellte die Frage in den Raum, ob man nicht den Druck auf Investor und Hallenbetreiber erhöhen könnte, indem man die benötigten Parkplätze nicht widerstandslos bereitstelle, sondern im Gegenzug die Durchführung eines Fassadenwettbewerbs fordere.

 „Wir wollen alle, dass da etwas Schönes entsteht“, sagte Kämpfer. Und fast alle in der Stadt seien wohl der Meinung, dass ein Architektenwettbewerb das Richtige sei. Aber dazu könne man den Investor nicht zwingen. „Es gibt einen seit vielen Jahren gültigen B-Plan, mit dem die aktuellen Pläne vereinbar sind.“ Außerdem sehe er sich zu einer Kooperation mit der Sparkassen-Arena verpflichtet, eine solche sei im Kaufvertrag Ende der 1990er-Jahre festgeschrieben worden.

 Der Ortsbeiratsvorsitzende Thies Petersen (SPD) wurde in seiner Kritik besonders deutlich: „Hier zwingt uns ein Investor einen Bau an einer der markantesten Stellen Kiels auf.“ Er appellierte an die Ratsversammlung, den 2003 beschlossenen B-Plan aufzuheben. „Natürlich ist es wichtig, dass wir für Investoren verlässliche Partner sind. Es ist allerdings noch wichtiger zu zeigen, dass unsere wichtigsten Partner die Einwohnerinnen und Einwohner Kiels sind.“ Das Scheitern des Projektes müsse man dann gegebenenfalls akzeptieren.

 Auch bei einem anderen Hotel-Projekt waren die Stellplätze Thema: Im denkmalgeschützten ehemaligen Karstadt-Sporthaus in der Holstenstraße plant die Novum-Gruppe ein Hotel mit 113 Zimmern. Das Gebäude soll entkernt und umfassend umgestaltet werden. Im Erdgeschoss soll Einzelhandel unterkommen. Stellplätze plant das Hotel nicht. „Durch die zentrale Lage geht der Investor davon aus, dass die meisten Gäste mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen“, sagte Hayo Nadler, Architekt bei Highstreet-Design. Für Autofahrer werden Stellplätze in Parkhäusern in der Innenstadt angemietet. Auch wenn dieser Punkt für Unverständnis unter den Ortsbeiratsmitgliedern sorgte, wurde das Projekt von allen begrüßt. „Wir freuen uns besonders, dass das Gebäude jetzt eine angemessene Neunutzung erhält“, sagte Thies Petersen.

 Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung war die Erneuerung der Fahrbahndecke auf dem Theodor-Heuss-Ring, die im Sommer geplant ist. An den besonders stark belasteten Stellen soll ein stickstoffreduzierender Belag verbaut werden.

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