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Kiel Grüne Spur zu den Lecks
Kiel Grüne Spur zu den Lecks
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07:00 30.09.2018
Von Frank Behling
Grün verfärbtes Wasser fließt aus einem Abfluss beim Bootshafen der Segler-Vereinigung Kiel in die Förde. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
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Kiel

„Seit Anfang Juli mischen wir sukzessive kleinere Portionen von Uranin bei. Wir schließen in den kommenden Tagen das Einfärben ab und haben dann innerhalb der vergangenen Wochen circa 100 Kilogramm Farbstoff beigefügt“, sagt Sönke Schuster von den Stadtwerken. Die Sichtungen des Mittels erleichtern den Stadtwerken die Suche nach Lecks. Im vergangenen Herbst hatten die Stadtwerke bereits einmal eine derartige Aktion gestartet.

Keine Gefahr für die Gesundheit

Bedenken hinsichtlich des Farbstoffs räumt das Unternehmen aber aus. Das Uranin ist laut Stadtwerke-Sprecher Schuster gesundheitlich und wasserbiologisch für Menschen und Tiere unbedenklich. In vermischter Form färbt es das Wasser lediglich für einen kurzen Zeitraum neongrün ein. Tritt das Wasser aus, beispielsweise aufgrund eines Rohrbruchs, bleibt die grüne Färbung für einige Zeit an der Oberfläche sichtbar.

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35000 Kubikmeter Wasser eingefärbt

Seit Juni wird das Mittel ins Fernwärmenetz eingeleitet. Mit der verwendeten Menge von 100 Kilogramm erreiche man die optimale Einfärbung des Wassers, sagt Sönke Schuster. Im Rohrnetz zirkulieren kontinuierlich rund 35000 Kubikmeter Fernwärmewasser, die von Pumpen ständig in Bewegung gehalten werden.

Telefonnummer für Sichtungen

Wenn Bürger eine grüne Pfütze bemerken, bitten die Stadtwerke um eine Information an die Fernwärmeleitwarte unter Tel. 0431/594-3001. Bürger können aber auch bereits gemeldete Leckagen auf der Internetseite www.stadtwerke-kiel.de unter der Rubrik „Aktuelles“ einsehen.

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