Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Kiel Mobiles Mampfen deluxe
Kiel Mobiles Mampfen deluxe
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:55 01.05.2017
Von Martin Geist
So sieht ein Trend aus: Grandios besucht war das zweite Kieler Street-Food-Festival am Ostseekai. Quelle: Martin Geist
Kiel

Französischer Ziegenkäse mit Feige-Senf-Sauce, Minze- oder Marokkoburger, das sind die Renner im Wagen vom „Street-Gourmet“. Nebenan buhlt Lachsdöner um die Gunst experimentierfreudiger Gaumen, und an einem schwarzen Wagen lockt Landcurrywurst mit roter Ruhrpottsoße. Die Schlange davor ist beträchtlich, so wie überhaupt viele Schlangen beträchtlich bis spektakulär sind.

Schlangestehen für einen Cupcake

In rekordverdächtigem Ausmaß ist das am Stand von Dennis Jänicke und seiner Lebensgefährtin Dusica Stanisavljevic der Fall. Alle Welt scheint wild auf die Cupkakes des Hamburger Paares, das außer seiner mobilen Bäckerei inzwischen auch ein stationäres Café betreibt. Ein Wunder ist das für Jänicke nicht. „Die schmecken super“, verkündet er und reicht ein Probierstück mit Karamellsoße. Schon der erste Biss beweist, dass der Mann nicht übertrieben hat. Eigene Rezepte, vernünftige Zutaten, Zubereitung in Handarbeit, so funktioniert Qualität, erläutert der Hamburger.

Vorbei geht’s am „Ferkellabor“ mir „Barbeque made in Holstein“ zum Wagen von „TheMunch“, wo Marlon Hemmecke Pulled Porc brutzelt. Pulled Porc, das ist gezupftes Schweinefleisch, sehr zart und pfiffig gewürzt. „Schmeckt verdammt gut“, so Hemmecke, reicht ebenfalls eine Probe und darf sich bestätigt fühlen. Einen Haken hat die Sache allerdings, erzählt der Mann am Grill: „Wir sind bald ausverkauft.“

Engpässe drohen am Nachmittag des 1. Mai, dem letzten von drei Street-Food-Festivaltagen in Kiel, auch beim „Lokalspießer“. Nico, Tom, Pawel und Esra braten gewaltige Fleischspieße. „Rind läuft unheimlich gut“, sagt Nico, der aus Nürnberg kommt und mit seinen Spießen durch ganz Deutschland tourt.

Derlei Zufriedenheit ist hinter jedem Grill und auch aus jeder veganen oder vegetarischen Ecke zu hören. Kein Wunder, denn die drei Festival-Tage haben nach Schätzung von Organisator Lars Binder ungefähr 18000 Leute angezogen. Mehr noch als bei der Premiere vor einem Jahr, wegen des 1. Mai allerdings auch mit einem zusätzlichen Tag.

Kritische Töne waren seitens der Besucher seltenst zu hören an diesen drei Tagen. Manchmal aber doch, und dann ging es oft um den Euro Eintritt, den jeder über 14 Jahre zahlen musste. Lars Binder wirbt jedoch um Verständnis: Personalkosten, die Ausgaben für die Umzäunung, die Abfallentsorgung und die Werbung, das läppert sich zu einem fünfstelligen Betrag, betont er: „Wenn wird das umsonst machen würden, könnten wir nicht durchhalten.“

Am Montagmittag musste die Polizei in Kiel die Holstenstraße zwischen Bootshafen und Asmus-Bremer-Platz sperren. Grund waren Teile der Dachkonstruktion, die sich durch den Sturm am früheren Woolworth-Haus gelöst hatten. Am späten Nachmittag wurde die Sperrung aufgehoben.

Heike Stüben 01.05.2017

Deutlich mehr Zulauf bei den Mai-Kundgebungen in Schleswig-Holstein als in den Vorjahren: Allein in Kiel trafen sich rund 4000 Bürger vor dem Gewerkschaftshaus. Dort forderten sie soziale Gerechtigkeit und warnten vor Populismus und Nationalismus. Gewerkschafter forderten einen Masterplan Gute Arbeit.

Heike Stüben 01.05.2017

Dröhnende Auspuffrohre, grummelnde Motoren, qualmende Reifen, blitzender Chrom, Bier, BBQ und Hard Rock: Zum ersten US Cars & Bikes Clash kamen am Sonnabend hunderte Fans amerikanischer Gefährte aus ganz Schleswig-Holstein auf das Gelände des alten Güterbahnhofs in Kiel.

30.04.2017