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Kiel Suche nach Segler abgebrochen
Kiel Suche nach Segler abgebrochen
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10:00 11.08.2019
Von Frank Behling
Die Seenotrettungskreuzer „Berlin“ aus Laboe und „Fritz Kaack“ aus Olpenitz waren an der Suche nach dem Segler beteiligt. Quelle: Frank Behling
Kiel

Am Sonnabendnachmittag hatte die dänische Marine noch zusätzlich die Fregatte „Thetis“ in das Seegebiet vor der Insel Langeland geschickt, um die Suchmannschaften zu unterstützen.  Um 4 Uhr beendete dann auch die „Thetis“ die Suche und kehrte in einen Nato-Verband auf der Ostsee zurück.

Der Segler ist möglicherweise bereits am Freitagabend von Bord seiner Segeljacht in die Ostsee gestürzt. Angehörige des Mannes hatten die Polizei in Kiel alarmiert, nachdem sie keinen Kontakt mehr zu ihm herstellen konnten. Der Mann war demnach am Freitag von Marstal auf der Insel Aerö mit seinem Boot allein nach Kiel aufgebrochen.  „In einem Telefonat mit zuhause hatte er danach von Schwierigkeiten berichtet“, sagte Antke Reemts von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger.

Da es auch am Abend nicht gelang, den Segler zu erreichen, wurde kurz vor Mitternacht eine Suchaktion gestartet. Entlang der möglichen Route von Marstal bis Kiel bildeten Einheiten der Wasserschutzpolizei und der Seenotretter Suchstreifen und fuhren den Bereich ab. Daran waren die Rettungskreuzer „Berlin“ aus Laboe und „Fritz Knack“ aus Olpenitz, sowie Rettungsboote aus Gelting, Maasholm und Schilksee beteiligt. „Wir hatten alle verfügbaren Einheiten draußen“, so Reemts. Die Wasserschutzpolizei schickte aus Heiligenhafen das Streifenboot „Fehmarn“. Von der Marine wurde ein Sea King-Hubschrauber alarmiert.

Hubschrauber im Einsatz

Der Hubschrauber fand bei Tagesanbruch schließlich auch die Segeljacht des Mannes am Strand bei Bagenkop an der Südspitze von Langeland. Daraufhin wurde die Suche auch in die dänischen Gewässer zwischen den Inseln Aerö und Landgeland sowie den Südausgang des Großen Belts verlegt. Dänemark übernahm auch die Koordination.

Die dänische Armee schickte insgesamt drei Hubschrauber und sieben Boote der Marine und der Marineheimwehr. Am Sonnabend wurden außerdem alle Strände in der Region abgesucht. Der Segler galt als sehr erfahren und gut ausgerüstet. Deshalb wird auch angenommen, dass er eine Schwimmweste trug, wie Antke Reemts von der Seenotzentrale aus Bremen mitteilte. Angesichts der relativ warmen Wassertemperatur besteht deshalb die Chance bis zu 24 Stunden im Wasser zu überleben.

Da es auch um 4 Uhr am Sonntag keine Spur von dem Mann gab, beendete das dänische Rettungszentrum die Suche. Alle Einheiten kehrten in ihre Häfen zurück.

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