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Kiel Gegen Kinderangst vor "Weißkitteln"
Kiel Gegen Kinderangst vor "Weißkitteln"
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20:46 22.04.2018
Von Jürgen Küppers
Medizinstudentin Lena Vullriede (20) lässt sich von Jonna (6) zeigen, wie man Zähne putzt. Bärin Mathilda guckt gespannt mit zu. Quelle: Sven Janssen
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Kiel

Noch bis zum Donnerstag können hier Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren den Umgang mit den „Weißkitteln“ üben. „Denn allzu oft spielen Kinder bei Arztbesuchen leider nur eine Nebenrolle. So eine Entmündigung verunsichert und ängstigt sie“, erzählt Humanmedizin-Studentin Jette Eggers.

Das „Teddybär-Krankenhaus“ mit vier Zelten soll den kleinen Patienten Angst und Hemmungen nehmen – mit einem kleinen Trick. Denn wenn nur Teddybär oder seine anderen Kuschelkollegen zur Behandlung kommen, schafft das einen entlastenden Abstand der Kinder zu den Untersuchungen.

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Das Projekt ermutigt die kleinen Patienten

Im neunten Jahr gibt es dieses allein von Studenten organisierte Angebot nun schon, das an den Vormittagen nur angemeldeten Kita-Gruppen zur Verfügung steht. 650 Kinder aus den Einrichtungen werden in diesem Jahr erwartet. „Wir hoffen, dass insgesamt mehr als 1000 Kinder zu uns kommen, das wäre Rekord“, erzählt Jette Eggers.

Erfolgreich ist das Projekt mit Zelten für „Untersuchungen/OP“, „Apotheke“ oder „Zahn-Prophylaxe“ aber schon jetzt. Denn Kinderärzte hätten den Organisatoren ermutigende Rückmeldungen gegeben, wenn Kinder schon einmal im „Teddybär-Krankenhaus“ waren, heißt es. So seien die kleinen Patienten bei Praxisbesuchen deutlich offener, neugieriger und selbstbewusster gewesen als andere Kinder in ihrem Alter.

Das „Teddybär-Krankenhaus“ ist von 12 bis 18 Uhr für alle Kinder geöffnet. Wer keinen Teddy dabei hat, bekommt einen vor Ort – und darf ihn sogar mitnehmen.

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