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Kiel Mit schwarzer Nase zurück in Kiel
Kiel Mit schwarzer Nase zurück in Kiel
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08:00 23.12.2018
Von Frank Behling
Der Tender „Rhein“ ist von seinem Nato-Einsatz in seinen Heimathafen Kiel zurückgekehrt. Quelle: Frank Behling
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Kiel

Die schwarze Nase darf die „Rhein“ jetzt tragen, da sie an Einsätzen im Schwarzen Meer teilgenommen hat. Gleich zweimal hat sie im Sommer und Herbst diesen „Hot Spot“ der aktuellen Weltpolitik angesteuert. In der Rolle als Flaggschiff eines maritimen Nato-Verbandes operierte das Kieler Versorgungsschiff zwischen dem Bosporus und der Ukraine.

Russische Einheiten immer in der Nähe

Kommandeur des Verbandes ist seit dem 6. Juli Fregattenkapitän Frank Maginsky (48). „Wir sind die Nato auf See. In dieser Rolle haben wir die Kontakte mit den befreundeten Staaten in der Region ausgebaut. Höhepunkte waren Manöver und die Teilnahme an der Nato-Operation Sea Guardian“, sagte Maginsky

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Dabei überschattete der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland auch die Manöver der Nato-Einheiten im Schwarzen Meer. „Beim ersten Einlaufen haben wir gleich Besuch von einer russischen Korvette bekommen. Es verlief aber alles so, wie wir es auch von den Begegnungen mit der russischen Marine aus der Ostsee kennen. Sehr professionell“, sagte Maginsky. Auch beim zweiten Besuch im Schwarzen Meer im Oktober war die russische Marine stets in der Nähe. „Wir hatten da den einen oder anderen Überflug, aber in sicherer Entfernung.“ 

Herzlicher Empfang in den Häfen

Herzlich sei die Aufnahme der von dem deutschen Offizier geführten Nato-Einheiten in den Häfen gewesen. „Wir sind dort freundlich empfangen worden, besonders in Georgien und der Ukraine“, sagt Maginsky. Ihm unterstanden bei den Manövern zeitweise bis zu sieben Minenabwehreinheiten der Allianz. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Suche nach Minen und dem Trainieren von Verfahren zur Überwachung der Seegebiete. „Bei 25 Hafenbesuchen hat die Besatzung die Rolle als Botschafter in Blau wahrgenommen“, sagt Fregatten- kapitän Torsten Eidam, Kommandeur des Unterstützungsgeschwaders. 

Die Crew der „Rhein“ darf sich nun etwas erholen. „Rhein“-Kommandant Alexander Stark hat erst später im Jahr wieder neue Aufträge. Die Besatzung kann jetzt den 25. Jahrestag der Indienststellung der „Rhein“ nachfeiern. Dafür war im September auf See keine Zeit.

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