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Kiel Neues Reet für die alte Kate
Kiel Neues Reet für die alte Kate
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07:30 15.12.2016
Von Jennifer Ruske
"Die Räucherkate wurde einst mit Roggenstroh eingedeckt", sagt Dachdecker Klaus Sütel beim Blick auf das Dach. Quelle: Jennifer Ruske
Mettenhof

„Das war eine alte Räucherkate“, erklärt Dachdecker Klaus Sütel. Ein Blick auf die unterste Schicht des Reets, die in den nächsten Tagen weichen soll, reicht dem Vorarbeiter für diese Aussage. „Das Dach wurde damals noch mit Roggenstroh eingedeckt.“ Und das ist weitestgehend schwarz vor Ruß. „Das kommt vom Räuchern“, weiß Sütel. Durchaus spannend findet Jens Lankuttis, Leiter der offenen Kinder- und Jugendeinrichtung, dass das ursprüngliche Dach der alten Kate auf dem Bauernhofgelände teilweise erhalten ist. Allerdings ist dieser Bereich auch derjenige, der dringend erneuert werden muss. „Es regnet durch“, erklärt Lankuttis. Eine alte Kinderbadewanne fängt die Tropfen auf, damit der Holzboden keinen Schaden nimmt.

 Durch eine weitere Schicht Reet, die auf das Dach aufgetragen wird, lässt sich der Schaden nicht beheben. „Das würden die Dachlatten nicht aushalten“, erklärt Dachdecker Sütel, der Erfahrung mit alten Gebäuden und der Sanierung der Dächer hat. Die Tannenschlehen, erklärt der Fachmann, sind in diesem Bereich ebenfalls original und stellenweise morsch. „Die Awo hat sich daher entschieden, an vier oder fünf problematischen Teilflächen das Dach inklusive der Holzunterkonstruktion erneuern zu lassen“, sagt Bauernhofleiter Lankuttis. Rund 40000 Euro kostet die Maßnahme, die von der Stadt Kiel mit rund 18000 Euro, von der Bingo Lotterie mit knapp 10000 Euro und von der Awo mit rund 12000 Euro finanziert wird. Gut 220 Quadratmeter Dachfläche werden von Klaus Sütel und seinen Kollegen Zimmermann Timo Hinz, Zimmermann Hauke Baasch und Dachdecker-Azubi Per Melson Stück für Stück abgedeckt, neue Holzbalken und Latten an die bestehenden angeflanscht und mit neuem Reet eingedeckt. Rund drei bis vier Wochen sind für die Arbeiten veranschlagt. Im Januar kann der Dachboden dann wieder als Heu- und Strohlager genutzt werden.

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