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Kiel Betonwand zementiert die Sperrungen
Kiel Betonwand zementiert die Sperrungen
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10:43 17.10.2019
Von Steffen Müller
Durch den geplanten Betonschutzstreifen werden Zu- und Abfahrten zum und vom Theodor-Heuss-Ring in Kiel unwiderruflich gesperrt. Quelle: Frank Peter
Kiel

Um ein mögliches Dieselfahrverbot zu vermeiden, sind im Luftreinhalteplan auch verschiedene kleinteilige Maßnahmen vorgesehen, die jeweils für sich betrachtet nur einen geringen Anteil zur saubereren Luft leisten, in ihrer Gesamtmenge aber dazu beitragen sollen, dass der Stickstoffausstoß am Theodor-Heuss-Ring unter den Grenzwert von 40 Mikrogramm sinkt. Eine dieser Maßnahmen sieht vor, auf den Geh- und Radwegen sogenannte fotokatalytische Plattenbeläge zu verlegen, die Schadstoffe aus der Luft binden sollen. 

Plattenbeläge sollen Luftschadstoffe binden

Nach bisherigen Schätzungen könnte der besondere Boden den Schadstoffausstoß um ein bis drei Prozent senken, am Theodor-Heuss-Ring sollen die Asphaltplatten zwischen Lübscher Baum und Hamburger Chaussee in westlicher Fahrtrichtung verlegt werden. Beginn der Bauarbeiten ist voraussichtlich im April 2020, wenn rund um die Stadtautobahn ohnehin grundlegend ausgebessert wird. 

Denn von April bis September 2020 wird die rechte Fahrspur des Theodor-Heuss-Rings in Richtung Eckernförde zwischen Barkauer Kreuz und Waldwiesenkreisel gesperrt, um die Hochstraße am Barkauer Kreuz, der sogenannte Überflieger, und Stützwände unterhalb des Waldwiesenkreisels zu sanieren.

Geteiltes Echo auf die geplante Betonwand

Im Zuge der einspurigen Sperrung wird nicht nur der Bodenbelag von Geh- und Radweg geändert, gleichzeitig soll eine etwa 70 Zentimeter hohe Betonwand zur Fahrbahn hochgezogen werden, um mehr Sicherheit für Radler und Fußgänger zu schaffen. 

Bei den Mitgliedern des Ortsbeirats Mitte stößt die Maßnahme, die eine Million Euro kosten soll, auf ein geteiltes Echo. Als Radfahrerin findet sie den Schutzstreifen gut, als Anwohnerin und Autobesitzerin kann Jasmin Bauer die Entscheidung nicht nachvollziehen. Die SPD-Politikerin kritisiert, dass durch die Betonmauer die Zubringer zum Heuss-Ring endgültig für Autos dichtgemacht werden.

Anwohner: „Wir fahren uns einen Wolf“

Im Luftreinhalteplan ist vorgesehen, die Zu- und Abfahrten Lübscher Baum, Dithmarscher Straße und Dorotheenstraße in Fahrtichtung Eckernförde zu sperren, was für Anwohner in den anliegenden Straßen für Umwege sorgt und zu einer längeren Parkplatzsuche führt. „Wir fahren uns einen Wolf“, sagt Bauer. Bislang sind die Zufahrten nur provisorisch abgesperrt und könnten jederzeit wieder freigegeben werden – durch die Betonwand, die bei den Zubringern nicht unterbrochen wird, wird die Durchfahrt unwiderruflich unterbunden. 

Graffiti für den Betonwall?

Trotz der Bedenken stimmte der Ortsbeirat für die Maßnahme, stellte aber drei Prüfanträge. So soll geklärt werden, ob der Betonwall entweder mit Graffiti besprüht oder farbig angemalt werden kann, damit das Erscheinungsbild nicht grau in grau ist. Außerdem soll geprüft werden, ob der fotokatalytische Belag nicht an der Schutzwand angebracht werden kann, damit der Fahrradweg nicht mit einzelnen Platten, sondern einer durchgehenden Asphaltschicht saniert werden kann.

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