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Kiel Schutzwand in Kiel ohne Vorbild
Kiel Schutzwand in Kiel ohne Vorbild
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07:02 23.05.2018
Von Kristian Blasel
Am Theodor-Heuss-Ring soll eine Immissionsschutzwand errichtet werden. Doch noch ist völlig unklar, wie sie aussehen könnte und wie lange ein Bau dauern würde. Quelle: Frank Peter
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Kiel

Lärmschutzwände gibt es in großer Zahl. Auch Schutzvorrichtungen gegen Lichteinfall sind bekannt. Aber das, was am Theodor-Heuss-Ring entstehen soll, kann nirgendwo abgeguckt werden. Es gebe dort eine „sehr spezielle Situation“, sagt von der Heydt und verweist auf den geringen Abstand zwischen Häuserfront und Fahrbahn. 

Seit Umweltminister Robert Habeck am Pfingstwochenende seine Sympathie für eine Schadstoffschutzwand ausgesprochen hat, um die Lage am Theodor-Heuss-Ring zu entlasten, stellen sich viele Fragen: Wie hoch könnte so eine Wand werden? Wie schnell kann sie errichtet werden? Und was bringt das überhaupt?

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Niederländisches Fachbüro prüft mehrere Varianten am Theodor-Heuss-Ring

Gestern wurde schnell deutlich, dass es bis zur Realisierung noch ein weiter Weg ist. Ein niederländisches Fachbüro untersucht derzeit verschiedene Varianten auf ihre Wirksamkeit. Erste Ergebnisse erwartet die Stadt Anfang Juni. Klar ist bislang nur, dass sich die Untersuchungen auf den 190 Meter langen Abschnitt am Heuss-Ring konzentrieren, an dem die alarmierenden Werte gemessen werden.

Soll es in Kiel ein Provisorium oder eine langfristige Konstruktion werden?

Zunächst stehen aber Grundsatzentscheidungen an. Soll es ein provisorisches Bauwerk oder eine Konstruktion werden, die langfristig Bestand hat? „Ausgereifte technische Lösungen liegen weder für die eine noch für die andere Variante vor“, sagt von der Heydt. Sollte eine langfristige Lösung angepeilt werden, rechne er mit „einem mehrjährigen Vorlauf“. Die umfangreichen planerischen Vorarbeiten, die in diesem Fall nötig wären, „könnten auch jeweils das Ergebnis zeigen, dass die Wand nicht realisierbar ist“. 

Immerhin: In Bezug auf die Wirksamkeit im Kampf gegen die Schadstoffbelastung gibt es laut Stadt erste Schätzungen im Umweltministerium, die darauf hindeuten, dass eine Wand „durchaus ein Minderungspotenzial bieten kann“.

Kosten einer Schutzwand lassen sich noch nicht schätzen

Völlig unklar ist angesichts der vielen Fragezeichen bislang, was der Bau so einer Wand kosten würde. „Da noch keine konkrete technische Planung möglich ist und erst eine wirksame Wandausformung modelliert wird, können noch keine Kosten für das Bauwerk abgeschätzt werden“, teilte die Stadt mit.

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