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Kiel Radverkehr: Pläne fürs nördliche Ostufer
Kiel Radverkehr: Pläne fürs nördliche Ostufer
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18:34 27.09.2019
Von Annette Göder
Holprig und eng: Torsten Stagars, Vorsitzender des Ortsbeirates Neumühlen-Dietrichsdorf, fährt über die Alte Schwentinebrücke, die für Radfahrer ein unkomfortables Nadelöhr ist. Quelle: Annette Göder
Kiel

Die Fachhochschule möchte den Campus fahrradfreundlich umgestalten. Außerdem soll ein Wander- und Radweg von der Bahnunterführung in der Hermannstraße bis zur Straße „Zum Kesselort“ gebaut werden. „Das Grünflächenamt sucht nach einer geeigneten Wegverbindung“, informierte Stamer.

Anschluss nach Mönkeberg ist ungeklärt

Im Moment gibt es dort Trampelpfade und abschüssige Böschungen. Der Bau des Weges soll bei der Straße „Zum Kesselort“ in der Nähe der DLRG enden. Von dort aus könnten Radfahrer, die zum Strand „Hasselfelde“ möchten, die Straße hinunterfahren. Dieser Bereich bedeute zunächst das Ende der Planungen. „Der Anschluss nach Mönkeberg ist noch nicht geklärt“, informierte der Mitarbeiter.

Sowohl die Campusachse als auch dieser neue Radweg sollen bis 2021 fertiggestellt sein, da das Förderprogramm bis dahin laufe, so Stamer. Richtung Heikendorfer Weg sollen dann Fahrradstreifen markiert werden, damit eine durchgehende Verbindung für Radfahrer entsteht. 

Radtrasse direkt am Hafen?

„Könnte der Radweg nicht auf dem Gelände des alten Kraftwerks führen?“, fragte ein Besucher. Der Tiefbauamt-Mitarbeiter antwortete: „Das wird nicht klappen.“ Denn für das Gelände interessiere sich der Seehafen, von dem eine Genehmigung nicht zu erwarten sei. Der Ortsbeiratsvorsitzende Torsten Stagars machte sich für eine Radtrasse direkt am Hafen stark: „Freizeit und Wirtschaft können durchaus gemeinsam funktionieren.“

Außerdem soll im nächsten Jahr am Fähranleger Dietrichsdorf eine Mobilitätsstation entstehen: Vorgesehen sind überdachte Radstellplätze, eine Anlage, in der Räder eingeschlossen werden können, und eine Servicestation mit Werkzeug.

Schon jetzt haben Fahrgäste die Möglichkeit, auf der Fähre von Reventlou nach Dietrichsdorf und Wellingdorf sowie zurück kostenlos Räder mitzunehmen. Bald sollen auch Fahrgäste die Schiffe in einem Pilotversuch kostenlos nutzen können.

Zusätzliche Fährverbindung zum Bahnhof gefordert

Eine Besucherin merkte an: „Sehr sinnvoll wäre eine zusätzliche Verbindung zum Hauptbahnhof, da viele Studenten in Kiel Mitte, im Westen oder Süden wohnen und Dietrichsdorfer eher zum Bahnhof als nach Düsternbrook möchten.“

Zur Sprache kam auch der Scharweg. Er ist bereits Anlieger- und Fahrradstraße mit Tempo 30. Anwohner drückten ihren Unmut aus, dass die Straße dennoch von Nicht-Anliegern mit hoher Geschwindigkeit genutzt werde.

Scharweg: "Klappbarer Poller" könnte Lösung sein

Jan Drewnak von der Initiative „Fahrradfreundlicher Scharweg“ gab dem städtischen Mitarbeiter für den Oberbürgermeister Ulf Kämpfer eine Sammlung mit 300 Unterschriften mit. Gefordert wird ein „klappbarer Poller“ zur Verkehrsberuhigung. Stamer berichtete, dass Schönkirchen noch nicht das „Go“ gegeben habe und die Stadt weiter mit der Gemeinde des Kreises Plön im Gespräch sei. 

Wenn ein Poller die Nutzung des Scharwegs als Schleichweg verhindern würde, könnte sich das „Chaos“ auf der Alten Schwentinebrücke auflösen, prognostizierte der Ortbeiratsvorsitzende. Es komme zu gefährlichen Situationen zwischen Autofahrern, Radfahrern und Fußgängern auf der engen, holprigen Brücke.

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