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Kiel Vom Kieler Knabenchor ins Silicon Valley
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15:04 19.11.2018
Von Jürgen Küppers
Foto: Neues aus dem High-Tech-Mekka Silicon Valley hatte Tim Ole Jöhnk zu berichten – unter anderem auch den Gymnasiasten an der Max-Planck-Schule, an der der 29-Jährige 2008 sein Abitur ablegte.
Neues aus dem High-Tech-Mekka Silicon Valley hatte Tim Ole Jöhnk zu berichten – unter anderem auch den Gymnasiasten an der Max-Planck-Schule, an der der 29-Jährige 2008 sein Abitur ablegte. Quelle: Frank Peter
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Als Büroleiter des Northern German Innovation Office ist er dort jetzt im Auftrag des Landes eine Art „Türöffner“ für norddeutsche Unternehmen ins High-Tech-Mekka Silicon Valley. Von dort kehrte Jöhnk nun für einen Kurzbesuch an seine alte Schule zurück. Die acht Jahre als Max-Planck-Schüler blieben Tim Ole Jöhnk mit durchaus gemischten Gefühlen in Erinnerung. Physik und Mathematik waren „nicht so meine Stärken“, trotzdem reichte es 2008 mit einem Notenschnitt von 2,1 noch zu einem „einigermaßen soliden Abitur“. Dass es ein paar Jahre später noch zu sehr viel mehr reichen sollte, „daran hätte ich damals im Traum nicht gedacht“.

Zwei Jahre Tourleben waren genug

Trotzdem erfüllten sich Träume. Zum Beispiel der Sprung des im Kieler Knabenchor ausgebildeten Kontratenors (männliche Altstimme) in eine internationale Karriere mit der vielfach ausgezeichneten A-Cappella-Formation „Vocaldente“. Doch nach zwei Jahren Tourleben mit mehr als 300 Konzerten in 60 Nationen wurde dem Sänger klar: „Das will ich nicht mein Leben lang machen.“

Ein Headhunter sprach ihn an

Unter anderem weil sich der Kieler Jung bei Tourneen durch die USA „immer sehr wohl“ fühlte, absolvierte er an der Oregon State University einen praxisorientierten Betriebswirtschafts-Studiengang. Nach seinem Abschluss als Master of Business Administration (MBA) folgten erste Berufserfahrungen. Im Auftrag von US-Technologie-Unternehmen kümmerte er sich um den deutschen Markt, bis ihn ein Headhunter ansprach: Ob er nicht Lust hätte auf den Job als Büroleiter des Northern German Innovation Office. Der Kieler hatte Lust, große sogar.

Ein Brückenbauer zwischen den Welten

Seit Ende August dieses Jahres ist der 29-Jährige in dieser Funktion nun ein Brückenbauer zwischen den Welten: zwischen den Technologie-Visionären im Silicon Valley auf der Suche nach Kapitalgebern einerseits und norddeutschen Unternehmen auf der Suche nach zukunftsweisenden Ideen und Märkten andererseits. So jedenfalls lautet das Konzept der Anlaufstelle. Zu deren Partnern und Finanziers gehören neben der Stadt Kiel diverse Unternehmen aus dem Norden oder das Land, das über seine Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Technologietransfer (WTSH) mit rund 300000 Euro den Löwenanteil an den Kosten für das auf drei Jahre ausgelegte Projekt schultert.

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