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Kiel Per Anhalter über den Uni-Campus
Kiel Per Anhalter über den Uni-Campus
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07:02 21.03.2018
Von Anne Steinmetz
Seit Dienstag darf hier zugestiegen werden (v.li.): Peter Bender vom Tiefbauamt Kiel, die Studenten Franziska Dunkelmann, Maximilian Zuther und Clara Döge sowie Uwe Pfründer vom Gebäudemanagement der CAU hielten schon einmal den Daumen raus. Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

„Wir alle haben ja das Ziel, Kiel umweltfreundlicher und sauberer zu machen“, sagt Clara Döge, Referentin für Infrastruktur beim Asta (Allgemeiner Studierendenausschuss). Deshalb sei in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern von „Klik – Klima-Konzept 2030“ der CAU die Idee für die Trampstellen entstanden. „Wir wollen den Autoverkehr nachhaltiger gestalten. Aus unserer Sicht ist es deshalb sinnvoll, dass in einem Auto nicht nur einer sitzt, sondern vielleicht drei oder vier.“

 Das Problem sei, dass die Busse, die zwischen den verschiedenen Uni-Einrichtungen an der Olshausenstraße fahren, immer sehr voll sind. Gleichzeitig könne die KVG aber nicht mehr Busse einsetzen, weil kein Platz an den Bushaltestellen sei. „Die KVG weiß von dem Problem, aber es fahren jetzt schon manchmal drei Busse der gleichen Linie hintereinander. Mehr geht nicht“, erzählt Döge. Deshalb sei die Idee für die Trampstellen entstanden.

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Daumen raus und warten

 Es gibt nun in jede Richtung je einen Haltepunkt an der Olshausenstraße auf Höhe Westring und etwa einen Kilometer weiter an der Ecke Leibnizstraße. Jeder Student, der von einem Teil der Uni zum anderen fahren möchte, kann sich einfach an die Trampstation stellen, den Daumen raus halten und warten, dass ein Auto anhält und ihn mitnimmt. Vorbild ist die bereits bestehende Trampstelle am Westring kurz vor der Auffahrt zur A215. „Alle Studierende müssen zwischen den verschiedenen Gebäuden hin- und herfahren. Deshalb ist es sinnvoll, dass es dafür jetzt eine weitere Möglichkeit gibt“, sagt Döge.

 Die Frage der Sicherheit beim Trampen habe bei der Entscheidung zur Einrichtung der Haltestellen eine eher untergeordnete Rolle gespielt, erzählt Döge. „Klar, ist das angesprochen worden. Aber das wurde jetzt nicht extrem problematisiert.“ Viele der Studenten, die ein Auto haben und zwischen den Gebäuden hin- und herfahren kenne man ja. Außerdem könne man auch gemeinsam mit Freunden an der Trampstelle warten. „Das ist ja auch nicht groß anders als bei anderen Mitfahr-Portalen.“ Außerdem steige man ja auch nicht an einer unbekannten, dunklen Stelle ein und fahre nur eine vergleichsweise kurze Strecke mit.

Jürgen Küppers 21.03.2018
Niklas Wieczorek 20.03.2018
Thomas Geyer 20.03.2018