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Kiel Seit 15 Jahren ist das Lachen zurück
Kiel Seit 15 Jahren ist das Lachen zurück
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10:04 27.08.2019
Von Jennifer Ruske
"Für Ihre Arbeit kann man Ihnen nicht genug danken": Über diese lobenden Worte von Sozialminister Heiner Garg (hinten, 2.v.li.) freuten sich (hinten von links) Vereins-Geschäftsführerin Andrea Vollbehr, Vorstand Anne Wolf, Vereinsgründerin Nicole Morbach, die pädagogische Leiterin Samira Schüller sowie die Trauerbegleiterinnen Laura Teßmann und Leandra Jöhnk (vorne von links).Jennifer Ruske Quelle: Jennifer Ruske
Kiel

Bei strahlendem Sonnenschein, mit guter Laune und jeder Menge Gelächter feierten der Verein, die Mitglieder und zahlreiche Eltern und Kindern fröhlich dessen 15-jähriges Bestehen. Rund 300 Menschen feierten mit. Die Klänge der Samba-Musik weisen den Besuchern den Weg: Auf dem ganzen Hofgelände haben die Ehrenamtlichen des Vereins Kinderspiele aufgebaut.

Es gibt eine Tombola, eine geschützte Rückzugsecke mit bunten Sitzsäcken, ein buntes Programm mit Clowns und Musik, einen Infostand. Für Eltern, Förderer des Vereins und Interessierte ein gelungenes Umfeld, sich bei Kaffee und Kuchen in Ruhe zu unterhalten – und dabei auch noch mal die Geschichte des Vereins Revue passieren zu lassen.

Unglücksfall vor 15 Jahren

Ein Unglücksfall gab für Maike Grell und Nicole Morbach vor 15 Jahren den Ausschlag. Drei Kinder waren in Kiel in einem zugefrorenen See eingebrochen, ein Kind ertrank. „Die Eltern hatten damals viel Unterstützung bekommen und das war auch gut so“, erinnert sich Andrea Vollbehr, Geschäftsführerin des Vereins für Trauernde Kinder. Doch für die Kinder gab es damals noch keine Trauerbegleitung.

„Mit der Vereinsgründung im Jahr 2004 schlossen Maike Grell und Nicole Morbach diese Lücke“, erzählt Anne Wolf, die zusammen mit Wolfram Hahnfeld, Karen Kiebach und Jasmin Vogt den heutigen Vorstand des Vereins bildet. Mit zehn Mitgliedern und einer kleinen Gruppe von Kinder hatte man damals angefangen. Heute sind es 90 Mitglieder sowie geschulte Trauerbegleiter, die Kinder, Jugendliche und parallel dazu die Eltern in elf Gruppen altersgerecht bei der Trauerarbeit unterstützen.

Kinder werden ernst genommen

Zwei der Trauerbegleiterinnen sind Laura Teßmann (24) und Leandra Jöhnk (26). „Wir können uns gut in die Kinder hineinversetzen“, erzählen die beiden jungen Frauen während der offiziellen Eröffnung. Denn beide haben in ihrer Kindheit selbst ein Elternteil verloren und Hilfe beim Verein gefunden. „Das Wichtigste für uns damals war die Beständigkeit. Es war immer jemand für uns da, der uns zugehört hat, wenn wir etwas erzählen wollten und uns gelassen hat, wenn wir lieber schweigen wollen. Wir wurden ernst genommen.“

Das sei auch heute noch das Wichtigste bei der Trauerbegleitung, sagt die pädagogische Leitung, Samira Schüller. Ebenso dürfen die Kinder – heute wie damals – in den Gruppen malen, basteln und sich kreativ beschäftigen. Und das kommt nicht nur in der Trauerarbeit an, sondern auch beim Feiern. Die Spielrallye und die Bastelangebote bei der Jubiläumsfeier waren für die Kleinen das Größte.

Lob vom Sozialminister

Die Großen erfreuten sich am Auftritt der musikalischen Regenbogenklasse 1c der Grundschule Suchsdorf mit ihrer Lehrerin Hanne Pries, bei den Zeilen von Poetry-Slammerin Mona Harry und der Gratulation von Sozialminister Heiner Garg (FDP): „Wenn man hört, was Sie alles Wichtiges leisten, dann kann ich Ihnen nur von Herzen für Ihr Engagement danken.“

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