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Kiel „Erstmal hier ankommen und reinhorchen“
Kiel „Erstmal hier ankommen und reinhorchen“
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07:00 31.07.2015
Von Karin Jordt
Anna Marie Düring beginnt am Sonnabend ihren Dienst in Elmschenhagen, die offizielle Vorstellung folgt am 6. September. Quelle: Karin Jordt
Elmschenhagen

Damit ist das Pastorenquartett für die Stadtteile Elmschenhagen, Kroog, Wellsee und Rönne demnächst wieder komplett. Anna Marie Düring ist Nachfolgerin von Wilko Teifke, der Pastor im Projekt Jugendkirche im Kirchenkreis Altholstein geworden ist. „Wir sind sehr dankbar, dass wir zum 1. August endlich wieder die freie Stelle an der Maria-Magdalenen-Kirche besetzen können“, betont ihr Krooger Kollege, Pastor Albrecht Schmidt.

 „Ich muss erstmal hier ankommen und reinhorchen, was es so gibt und was passt und welche Wünsche und Bedürfnisse da sind“, sagt Anna Marie Düring. Mit ihrem Kater Fritz wird sie im Herbst in das Pastorat, Im Dorfe 3, einziehen und zunächst drei Jahre als Pastorin zur Anstellung (PzA) tätig sein. „Ich möchte auf die Leute zugehen und zeigen, dass Kirche nicht altbacken ist“, betont sie. Was die 32-Jährige mitbringt, ist eine bunte Mischung: Viele Ideen, internationale Kontakte, Erfahrungen mit dem Orient, große Begeisterung für Gottesdienste, Jugendarbeit, Singen und Segeln. „Ich bin traditionsbewusst“, erläutert die Theologin, die die christliche Botschaft für die heutige Zeit vermitteln und auch Leute erreichen möchte, „die mit Kirche nichts am Hut haben.“

 Anna Marie Düring stammt aus Quern im Kirchenkreis Schleswig-Flensburg und wuchs zweisprachig (dänisch-deutsch) auf. In der evangelischen Jugend fühlte sie sich zu Hause und studierte in Kiel und Göttingen Theologie. Mit jedem Semester wuchs der Wunsch, Pastorin zu werden. Besonders interessant fand sie das Alte Testament und promovierte über hebräische Verbformen im Hohenlied Salomos. „Das Hohelied ist ein wunderschönes, poetisches Buch“, findet sie. Ihr Vikariat absolvierte sie in der Kieler St. Nikolaikirche, wo sie auch heute noch zum Chor gehört. Nach dem Vikariat arbeitete sie als Referentin für junge Ökumene und internationale Jugendbegegnung auf dem Koppelsberg bei Plön.

 Als ehrenamtliche Vorsitzende des Vereins Jugendsegeln bringt sie frischen Wind für den Nachwuchs mit: „Die Konfirmanden wissen noch nichts von ihrem Glück“, erklärt sie und lacht. Die „Zuversicht“, ein 110 Jahre alter Traditionssegler, bietet Platz für bis zu 37 Gäste. Der Marstal-Schoner eignet sich gut zum Segeln mit Jugendgruppen: „Das fördert den Teamgeist.“ Da dürfte in Zukunft so mancher Gemeindeausflug auf dem Wasser landen.

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